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Vergessen und wiederentdeckt – Künstlerinnen der Neuen Sachlichkeit und der Kanon | Unterrichtsreihe Kunst Sek II
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Vergessen und wiederentdeckt – Künstlerinnen der Neuen Sachlichkeit und der Kanon | Unterrichtsreihe Kunst Sek II
Die Unterrichtsreihe „Vergessen und wiederentdeckt“ für Kunst in der Sek II (Oberstufe) fragt am Beispiel von Lotte Laserstein, Jeanne Mammen, Grethe Jürgens und Hanna Nagel, wie ein kunsthistorischer Kanon entsteht und wie er begründet erweitert werden kann. Sie umfasst sechs Doppelstunden, ein Lernheft mit 32 Seiten, einen Lehrkräfteteil mit 20 Seiten und eine bearbeitbare DOCX-Fassung. Im Material ist sie dem Schwerpunkt 2029 zugeordnet.
Worum es in der Reihe geht
Ein Kanon ist eine historisch entstandene Auswahl von Werken und Positionen, die als besonders wichtig vermittelt werden; Museen, Forschung, Lehrbücher und Kunstmarkt wirken dabei zusammen. Häufige Sichtbarkeit ist kein Beweis zeitloser Qualität, fehlende Sichtbarkeit aber auch kein Beweis dafür, dass ein Werk bewusst unterdrückt wurde. Die Reihe verlangt deshalb konkrete Institutionen, Zeiträume und Quellen und fragt, wie berufliche Möglichkeiten, Sammlungsgeschichte, Verfolgung, Emigration und spätere Forschung Aufmerksamkeit beeinflussen. Die vier Wege werden nicht zu einer einzigen Geschichte zusammengezogen.
Wiederentdeckung gilt im Material nicht als erstes Entstehen eines Werks, sondern als Veränderung von Wahrnehmung und Vermittlung. Die Kategorie Neue Sachlichkeit wird als Werkzeug behandelt, dessen Leistungsfähigkeit und Grenzen zu prüfen sind. Als Werkbezüge dienen Laserstein, „Abend über Potsdam“ (1930, Neue Nationalgalerie Berlin), und Mammen, „Sie repräsentiert“ (um 1928, Privatbesitz). Am Ende steht ein eigenes Ausstellungs- und Kapitelkonzept, das offenlegt, was es auswählt und was es auslässt.
Die sechs Doppelstunden
- Was ein Kanon leistet – Auswahlkriterien und ihre Folgen, ausgehend von einem Schulbuch mit 18 Künstlern und zwei Künstlerinnen; ein transparentes Auswahlraster für ein Kapitel zur Weimarer Kunst.
- Institutionelle Wege und Barrieren – dokumentierte Vorgänge, Ursachenhypothesen und offene Fragen an einer fiktiven Museumsakte; eine Ursachenkarte mit Belegstärken.
- Vier unterschiedliche Wiederentdeckungen – die Rezeptionsgeschichten im Vergleich; die Behauptung „Vor dieser Ausstellung wusste niemand etwas“ wird geprüft.
- Neue Sachlichkeit als Kategorie – Reichweite der Kategorie am Beispiel einer Museumstafel zu Mammen; eine Tafel trennt Kategorie, Werkphase und individuelle Form.
- Eine Ausstellung verantworten – Wirkung von Platzierung, Beschriftung und Werkbeziehung; Raumplan mit vier Positionen und zwei Vergleichslinien.
- Einen Kanon begründet erweitern – Kapitelkonzept mit sechs Werkstationen, von denen mindestens vier die untersuchten Künstlerinnen betreffen.
Was das Material enthält
- Lernheft für die Oberstufe (PDF, 32 Seiten) mit Orientierung, sechs Modulen zu je vier Seiten (Lerntext, eigenes Dossier, Aufgaben A, B und C für Analyse, Verfahren beziehungsweise Gestaltung und Urteil), Hilfen I („schrittweise“) und II („selbstständige Vertiefung“), Lernspur, Fachbegriffen, Gruppenpuzzle mit Belegen, Abschlussaufgabe und großzügigen Arbeitsflächen
- Lehrkräfteteil (PDF, 20 Seiten) mit didaktischer Konzeption, Reihenübersicht und Zeitbedarf, Differenzierung, Lösungen und Erwartungshorizonten je Modul, typischen Fehlannahmen, Lösung zur Abschlussaufgabe, Bildnachweisen und Quellen
- Bearbeitbare Textfassung (DOCX) mit eigenem Umbruch
- Bewertungsraster über 100 Punkte mit 20 Punkten für Befunde und Belege, 25 für fachliche Erklärung, 25 für Vergleich beziehungsweise Gestaltung, 15 für das Urteil und 15 für Struktur und Fachsprache
Einsatz im Unterricht
Die Kernreihe braucht sechs Doppelstunden, jede mit Verlaufsplanung im Lehrkräfteteil. Hinzu kommen das Gruppenpuzzle (45 bis 60 Minuten), die Abschlussaufgabe mit Besprechung (60 bis 90 Minuten plus Rückmeldung) und für eine größere Ausarbeitung mindestens eine weitere Doppelstunde. In der Abschlussaufgabe gestalten die Lernenden ein Schulbuchkapitel um, das vier Künstlerinnen auf einer letzten Seite ohne Werkbeispiele ergänzt und dies „vollständige Gleichstellung im Kanon“ nennt.
Die Gestaltungsaufgaben sind hier konzeptionell: Raster, Karten, Tafeln und Ausstellungspläne statt bildnerischer Arbeiten. Der Lehrkräfteteil nennt typische Fehlannahmen, etwa dass eine reine Ergänzung von Namen schon gleichwertige Vermittlung herstellt, dass der Nebenraum einer Ausstellung Sichtbarkeit sichert oder dass sich eine Auslassung auf Geschlecht oder Wirtschaftslage allein zurückführen lässt. Hilfe I und II unterstützen je nach Bedarf, die Satzmuster zur Trennung von Beobachtung, Information und Deutung stehen im Lernheft.
Bezug zum Abitur
Das Material nennt den Schwerpunkt 2029. Die Aufgaben sind eigene Unterrichts- und Übungsaufgaben, keine amtlichen Abituraufgaben. Das NRW-Dokument für 2028 wurde als Vergleich geprüft; eine vollständige amtliche Vorgabenkonformität für 2029 oder andere Bundesländer wird nicht behauptet. Maßgeblich sind die aktuellen Vorgaben zum Zentralabitur (für NRW: Standardsicherung NRW). Das Material ist nicht ministeriell geprüft.
Die vier Künstlerinnen sind einzeln in eigenen Reihen behandelt, gebündelt im Sparpaket Künstlerinnen der Neuen Sachlichkeit (Laserstein, Mammen, Jürgens, Nagel). Als Vertiefung zu einer der vier eignet sich Lotte Laserstein – Porträt, Selbstbild und die Neue Frau.
Lieferung und Lizenz
Das Material steht nach dem Kauf als sofortiger digitaler Download bereit. Lernheft und Lehrkräfteteil liegen als PDF vor, die bearbeitbare Textfassung als DOCX; Grafiken und Arbeitsflächen gibt es nur in den PDFs. Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft, die Schullizenz für alle Lehrkräfte einer Schule.
Die Titelillustration ist eine gekennzeichnete KI-Lehrillustration mit fiktiver Szene und kein Originalwerk. Die Originalwerke erschließen Sie über die im Lehrkräfteteil angegebenen Museums- und Werkzugänge (Städel, Berlinische Galerie). Videodateien sind nicht enthalten. Rechte an Originalabbildungen werden nicht übertragen.
Häufige Fragen
Müssen die Lernenden die vier Künstlerinnen schon kennen?
Nein. Die Lerntexte und eigenen Dossiers tragen die Kernarbeit; die Werkbezüge zu Laserstein und Mammen sowie die Zugänge zu Jürgens und Nagel vertiefen die Untersuchung.
Wie viel Zeit sollte ich einplanen?
Sechs Doppelstunden für die Kernreihe. Gruppenpuzzle (45 bis 60 Minuten) und Abschlussaufgabe mit Besprechung (60 bis 90 Minuten) kommen dazu.
Gibt es praktische Gestaltungsaufgaben?
Die Aufgaben B sind konzeptionell: Auswahlraster, Ursachenkarte, Tafel, Raumplan und Kapitelkonzept. Eine größere bildnerische Arbeit ist nicht der Schwerpunkt dieser Reihe.
Ist die Reihe für das Abitur 2029 gedacht?
Sie ist im Material dem Schwerpunkt 2029 zugeordnet und besteht aus eigenen Übungsaufgaben ohne amtliche Abituraufgaben. Maßgeblich bleiben die aktuellen Vorgaben zum Zentralabitur.

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PDF · Sofort-Download · 32 Seiten
FAQ zu diesem Material
Bewertung: Vergessen und wiederentdeckt – Künstlerinnen der Neuen Sachlichkeit...
Vergessen und wiederentdeckt – Künstlerinnen der Neuen Sachlichkeit und der K... ist eine vollständig ausgearbeitete Unterrichtsreihe für Kunst in EF · Q1 · Q2. Stärke des Materials ist die direkte Einsatzbereitschaft: Arbeitsblätter, Lösungen und Erwartungshorizont liegen fertig vor, sodass eine Stunde ohne zusätzliche Vorbereitung starten kann.
Passend für Lehrkräfte, die ein Thema kurzfristig abdecken, für Referendarinnen und Referendare mit hohem Planungsdruck und für Vertretungsstunden – und überall dort, wo eine Stunde kurzfristig stehen muss.
ⓘ KI-Transparenz
Bei der Erstellung dieses Materials können KI-gestützte Systeme zur Erstellung oder Bearbeitung von Texten, Illustrationen und Bildern eingesetzt worden sein. Dies umfasst auch stilisierte sowie realistisch wirkende künstlich erzeugte oder bearbeitete Darstellungen. KI-unterstützte Inhalte werden redaktionell geprüft und bearbeitet. Synthetische Darstellungen sind, sofern nicht anders gekennzeichnet, nicht als dokumentarischer Nachweis realer Personen, Orte oder Ereignisse zu verstehen.
