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Das kunstseidene Mädchen – Klausur zu Erzählperspektive & Gesellschaft (Sek II)
Das kunstseidene Mädchen – Klausur zu Erzählperspektive & Gesellschaft (Sek II)
Die Klausur zu Irmgard Keuns Roman Das kunstseidene Mädchen stellt ein anspruchsvolles, vollständig ausgearbeitetes Prüfungsformat für die Sekundarstufe II (Klassen 11–12) dar und eignet sich ideal für den Deutschunterricht der gymnasialen Oberstufe. Sie orientiert sich konsequent an den Anforderungen kompetenzorientierter Klausuren und der Abiturprüfung und verbindet literarische Analyse mit historisch-gesellschaftlicher Kontextualisierung.
Im Zentrum der Klausur steht ein textnaher Analyseauszug, der exemplarisch Doris’ Selbstinszenierung und Ich-Perspektive verdeutlicht. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich intensiv mit der Ich-Erzählsituation auseinander und untersuchen, wie diese subjektive Perspektive Nähe schafft, zugleich aber auch eine unzuverlässige Erzählinstanz etabliert. Dadurch wird die ambivalente Selbstwahrnehmung der Hauptfigur sichtbar, die zwischen Selbstbewusstsein, Unsicherheit und sozialem Anpassungsdruck schwankt.
Die Klausur ist klar entlang der drei Anforderungsbereiche (AFB I–III) strukturiert und für eine Bearbeitungszeit von 180 Minuten ausgelegt:
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AFB I – Benennen und Erklären:
Die Lernenden identifizieren die Erzählperspektive und erläutern deren Wirkung auf die Figuren- und Leserwahrnehmung. Dabei wird überprüft, ob grundlegende literaturwissenschaftliche Fachbegriffe sicher beherrscht werden. -
AFB II – Analysieren und Belegen:
Im analytischen Schwerpunkt untersuchen die Schülerinnen und Schüler zentrale sprachliche Mittel wie Ellipsen, Wiederholungen, Metaphern und Umgangssprache. Anhand konkreter Textbelege wird gezeigt, wie Doris’ Selbstbild sprachlich konstruiert wird und wie die Ambivalenz zwischen äußerem Schein und innerer Wirklichkeit entsteht. -
AFB III – Erörtern und Bewerten:
Abschließend wird der Textauszug in den gesellschaftlichen Kontext der Weimarer Republik eingeordnet. Die Lernenden erörtern Doris als Vertreterin der „Neuen Frau“, analysieren Rollenbilder, ökonomische Abhängigkeiten und die Bedeutung der Großstadt und reflektieren die Aktualität von Selbstinszenierung und Identitätskonflikten in der Gegenwart (z. B. soziale Medien).
Ein zentrales Qualitätsmerkmal dieser Klausur ist der sehr ausführliche Erwartungshorizont. Für jede Teilaufgabe werden inhaltliche Schwerpunkte, sprachliche Anforderungen, Textbelege sowie konkrete Punkteverteilungen transparent ausgewiesen. Dies ermöglicht eine faire, rechtssichere und nachvollziehbare Bewertung und erleichtert die Korrektur erheblich.
Didaktisch eignet sich das Material nicht nur als Leistungskontrolle, sondern auch:
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zur gezielten Klausur- und Abiturvorbereitung,
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als Musterklausur für Parallelkurse,
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zur Einübung literarischer Analyse- und Erörterungskompetenzen,
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oder als Grundlage für vertiefende Nachbesprechungen.
Insgesamt stellt die Klausur zu Das kunstseidene Mädchen ein hochwertiges, abiturrelevantes und fachlich anspruchsvolles Prüfungsformat für die Sekundarstufe II dar, das literarische Analyse, gesellschaftliche Reflexion und sprachliche Präzision auf hohem Niveau verbindet.

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