Diagnose · Klasse 5–10
Lernstandserhebung Schuljahresbeginn
Diagnoseaufgaben zu Deutsch, Lesen und Mathematik mit Lösungen und Excel-Auswertung, direkt in den ersten Schultagen einsetzbar.
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Übergang Grundschule–Sek I · Klasse 4 & 5
Ein Bundesländer-Überblick zu Übergangsverfahren mit Quellenangabe, eine Lernstandserhebung für den Schuljahresbeginn und ein Diagnostik-Fahrplan für die ersten sechs Wochen in Klasse 5 – für Grundschul- und weiterführende Lehrkräfte gleichermaßen.
Wie der Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule geregelt ist, unterscheidet sich je nach Bundesland erheblich: In manchen Ländern entscheiden allein die Eltern, in anderen gibt es Notendurchschnitte, Probeunterricht oder Aufnahmeprüfungen als zusätzliche Hürde. Für die ersten Wochen in Klasse 5 helfen unabhängig vom Bundesland eine Lernstandserhebung zum Schuljahresbeginn und ein klares Raster für die ersten zehn Schultage als neue Klassenleitung.
Deutschland kennt kein einheitliches Übergangsverfahren von der Grundschule zur weiterführenden Schule. Die Bandbreite reicht von reiner Elternentscheidung bis zu Verfahren mit Notenschwellen und Aufnahmeprüfungen. Die folgenden Angaben sind mit Quelle und Stand belegt; da sich Verfahren gelegentlich ändern, empfiehlt sich vor einem konkreten Beratungsgespräch immer ein Blick auf die aktuelle Vorgabe des jeweiligen Kultusministeriums.
In Nordrhein-Westfalen und den meisten norddeutschen Ländern hat die Grundschulempfehlung ausschließlich beratenden Charakter: Die Erziehungsberechtigten entscheiden frei über die Schulart, unabhängig vom Notendurchschnitt. In Bayern dagegen ist der Übertritt an Notendurchschnittsschwellen im Übertrittszeugnis gekoppelt; wird die Schwelle nicht erreicht, kann die Eignung über einen Probeunterricht nachgewiesen werden, wie das bayerische Kultusministerium beschreibt. In Baden-Württemberg setzt sich die Empfehlung aus pädagogischer Gesamtwürdigung, einer Kompetenzmessung und dem Elternwillen zusammen; weicht die gewünschte Schulart von der Empfehlung ab, kann ein landesweiter Potenzialtest die Entscheidung herbeiführen. In Berlin ist die Förderprognose der Grundschule nach Angaben der Senatsverwaltung für Bildung nicht verbindlich – die Eltern haben freie Schulwahl –, sie fließt aber in die schulinterne Aufnahmequote von 60 Prozent der Plätze ein, und wer sein Kind trotz einer Empfehlung für die Integrierte Sekundarschule und einem Notendurchschnitt schlechter als 3,0 an einem Gymnasium anmeldet, muss zusätzlich ein Beratungsgespräch wahrnehmen.
Die folgenden vier Materialien unterstützen den Übergang aus zwei Perspektiven: Lernstände sichern und die neue Klasse organisiert übernehmen.
Diagnose · Klasse 5–10
Diagnoseaufgaben zu Deutsch, Lesen und Mathematik mit Lösungen und Excel-Auswertung, direkt in den ersten Schultagen einsetzbar.
Klassenleitung · Klasse 5
Tagesraster und Rituale für die ersten zehn Schultage mit einer neuen fünften Klasse, inklusive Kennenlern- und Organisationsbausteinen.
Mathematik · Klasse 3–5
Kompetenztraining und VERA-Vorbereitung für den Übergang, mit Diagnoseaufgaben, die sich in Klasse 4 wie in Klasse 5 einsetzen lassen.
Soziales Lernen · Sek I
Kennenlern-Übungen für die besondere Situation, dass Kinder aus mehreren Grundschulen zu einer neuen Klasse zusammenfinden.
Methodentraining Lernen lernenAcht Unterrichtsbausteine für Klasse 5 bis 7
Übergang Kita–GrundschuleFür den Übergang davor: Schulfähigkeit Klasse 1
Die folgende Übersicht fasst die recherchierten Kernregelungen mit Quelle und Stand zusammen. Da Übergangsverfahren gelegentlich angepasst werden, ersetzt diese Tabelle keine aktuelle Auskunft der zuständigen Schulbehörde.
| Bundesland | Verfahren | Besonderheit | Quelle · Stand |
|---|---|---|---|
| Bayern | Übertrittszeugnis mit Notendurchschnitt | Bei Nichterreichen der Schwelle: Probeunterricht als Alternativweg | km.bayern.de, Stand 11/2025 |
| Baden-Württemberg | Empfehlung aus Gesamtwürdigung, Kompetenzmessung und Elternwille | Bei Abweichung: landesweiter Potenzialtest möglich | km.baden-wuerttemberg.de |
| Berlin | Förderprognose nicht verbindlich, freie Schulwahl | Fließt in 60-%-Quote ein; Beratungspflicht bei Gymnasialwunsch gegen ISS-Empfehlung und Note > 3,0 | berlin.de, Stand 02/2023 |
| Nordrhein-Westfalen | Elternwille | Empfehlung der Grundschule hat rein beratenden Charakter | Allgemein bekannte Landesregelung |
| Übrige Länder | Uneinheitlich, teils mit Notenschwellen oder Klassenkonferenz-Beschluss | Aktuelle Vorgaben beim jeweiligen Kultusministerium prüfen | – |
Unabhängig vom Übergangsverfahren treffen in Klasse 5 Kinder mit sehr unterschiedlichen Lernständen aufeinander. Der folgende Sechs-Wochen-Fahrplan hilft, diese Unterschiede sichtbar zu machen, bevor sich Lücken verfestigen.
Dieser Fahrplan lässt sich unabhängig davon nutzen, ob die Klasse aus einer oder aus mehreren Grundschulen zusammengesetzt ist; im zweiten Fall lohnt sich vor der Diagnostik eine zusätzliche Kennenlernphase mit dem Material Kennenlernen einer Klasse, die sich schon kennt.
Ein Teil der Reibung beim Übergang entsteht nicht durch fachliche Lücken, sondern durch unterschiedliche Arbeitsformen. Grundschulklassen arbeiten häufig mit einer festen Bezugsperson, offenen Lernformen und wenig Fachlehrerwechsel; in Klasse 5 treffen Kinder plötzlich auf sechs bis zehn verschiedene Lehrkräfte, wechselnde Räume und einen Stundenplan mit festen Fachgrenzen. Diese Umstellung betrifft nicht nur leistungsschwächere Kinder – auch sehr selbstständige Grundschulkinder brauchen häufig einige Wochen, bis sie sich in der neuen Organisationsform zurechtfinden.
Ein kurzer, informeller Austausch zwischen abgebender Grundschule und aufnehmender Schule kann diesen Übergang erleichtern, auch wenn er in vielen Bundesländern nicht verpflichtend vorgeschrieben ist. Hilfreich sind dabei weniger einzelne Notenlisten als Hinweise zu Arbeitsverhalten, bevorzugten Sozialformen und eventuellen Fördermaßnahmen, die bereits in der Grundschule liefen. Wo ein solcher Austausch nicht stattfindet, übernimmt die Lernstandserhebung in den ersten Schulwochen einen Teil dieser Funktion, indem sie den tatsächlichen Stand unabhängig von der abgebenden Schule neu erhebt.
Nein, das ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. In Nordrhein-Westfalen etwa hat die Empfehlung rein beratenden Charakter, in Bayern ist der Übertritt an einen Notendurchschnitt gekoppelt, mit Probeunterricht als Alternativweg. Prüfen Sie die aktuelle Regelung Ihres Bundeslands.
Laut Senatsverwaltung für Bildung ist die Förderprognose in Berlin nicht verbindlich, Eltern haben freie Schulwahl. Sie fließt aber in eine 60-Prozent-Quote der Aufnahmeplätze ein, und bei einem Gymnasialwunsch gegen eine ISS-Empfehlung mit einem Notendurchschnitt schlechter als 3,0 ist ein zusätzliches Beratungsgespräch vorgeschrieben (Stand Februar 2023).
Sinnvoll sind kurze Diagnoseaufgaben zu Deutsch, Lesen und Mathematik mit Lösungen, die sich schnell auswerten lassen, etwa über eine Excel-Vorlage. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für erste Fördergruppen in den ersten Schulwochen.
Vor der fachlichen Diagnostik lohnt sich eine zusätzliche Kennenlernphase, da sich die Kinder untereinander noch nicht kennen. Spezielles Material für diese Situation unterstützt den Aufbau von Klassengemeinschaft, bevor Lerngruppen gebildet werden.
Der hier vorgeschlagene Fahrplan umfasst sechs Wochen: von der Ankommensphase über die Lernstandserhebung bis zu ersten Elterngesprächen und der Förderplanung für das laufende Schuljahr.
Die vorgestellten Materialien kosten zwischen 19,99 € und 24,99 € in der Einzelversion, jeweils sofort als Download nach dem Kauf verfügbar.