Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I: Klasse 4 und 5

Übergang Grundschule–Sek I · Klasse 4 & 5

Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I: Klasse 4 und 5

Ein Bundesländer-Überblick zu Übergangsverfahren mit Quellenangabe, eine Lernstandserhebung für den Schuljahresbeginn und ein Diagnostik-Fahrplan für die ersten sechs Wochen in Klasse 5 – für Grundschul- und weiterführende Lehrkräfte gleichermaßen.

16 Länderunterschiedliche Übergangsverfahren
6 WochenDiagnostik-Fahrplan Klasse 5
10 SchultageRaster für die neue Klassenleitung
ab 24,99 €je Material

Wie der Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule geregelt ist, unterscheidet sich je nach Bundesland erheblich: In manchen Ländern entscheiden allein die Eltern, in anderen gibt es Notendurchschnitte, Probeunterricht oder Aufnahmeprüfungen als zusätzliche Hürde. Für die ersten Wochen in Klasse 5 helfen unabhängig vom Bundesland eine Lernstandserhebung zum Schuljahresbeginn und ein klares Raster für die ersten zehn Schultage als neue Klassenleitung.

Wie der Übergang je nach Bundesland geregelt ist

Deutschland kennt kein einheitliches Übergangsverfahren von der Grundschule zur weiterführenden Schule. Die Bandbreite reicht von reiner Elternentscheidung bis zu Verfahren mit Notenschwellen und Aufnahmeprüfungen. Die folgenden Angaben sind mit Quelle und Stand belegt; da sich Verfahren gelegentlich ändern, empfiehlt sich vor einem konkreten Beratungsgespräch immer ein Blick auf die aktuelle Vorgabe des jeweiligen Kultusministeriums.

In Nordrhein-Westfalen und den meisten norddeutschen Ländern hat die Grundschulempfehlung ausschließlich beratenden Charakter: Die Erziehungsberechtigten entscheiden frei über die Schulart, unabhängig vom Notendurchschnitt. In Bayern dagegen ist der Übertritt an Notendurchschnittsschwellen im Übertrittszeugnis gekoppelt; wird die Schwelle nicht erreicht, kann die Eignung über einen Probeunterricht nachgewiesen werden, wie das bayerische Kultusministerium beschreibt. In Baden-Württemberg setzt sich die Empfehlung aus pädagogischer Gesamtwürdigung, einer Kompetenzmessung und dem Elternwillen zusammen; weicht die gewünschte Schulart von der Empfehlung ab, kann ein landesweiter Potenzialtest die Entscheidung herbeiführen. In Berlin ist die Förderprognose der Grundschule nach Angaben der Senatsverwaltung für Bildung nicht verbindlich – die Eltern haben freie Schulwahl –, sie fließt aber in die schulinterne Aufnahmequote von 60 Prozent der Plätze ein, und wer sein Kind trotz einer Empfehlung für die Integrierte Sekundarschule und einem Notendurchschnitt schlechter als 3,0 an einem Gymnasium anmeldet, muss zusätzlich ein Beratungsgespräch wahrnehmen.

Material für den Übergang und den Start in Klasse 5

Die folgenden vier Materialien unterstützen den Übergang aus zwei Perspektiven: Lernstände sichern und die neue Klasse organisiert übernehmen.

Klassenleitung übernehmen – die ersten zehn Schultage, Tagesraster und Rituale

Klassenleitung · Klasse 5

Klassenleitung übernehmen

Tagesraster und Rituale für die ersten zehn Schultage mit einer neuen fünften Klasse, inklusive Kennenlern- und Organisationsbausteinen.

ab 24,99 €Zum Material

Mehrwert-Baustein: Übergangsverfahren im Bundesländer-Vergleich

Die folgende Übersicht fasst die recherchierten Kernregelungen mit Quelle und Stand zusammen. Da Übergangsverfahren gelegentlich angepasst werden, ersetzt diese Tabelle keine aktuelle Auskunft der zuständigen Schulbehörde.

Bundesland Verfahren Besonderheit Quelle · Stand
Bayern Übertrittszeugnis mit Notendurchschnitt Bei Nichterreichen der Schwelle: Probeunterricht als Alternativweg km.bayern.de, Stand 11/2025
Baden-Württemberg Empfehlung aus Gesamtwürdigung, Kompetenzmessung und Elternwille Bei Abweichung: landesweiter Potenzialtest möglich km.baden-wuerttemberg.de
Berlin Förderprognose nicht verbindlich, freie Schulwahl Fließt in 60-%-Quote ein; Beratungspflicht bei Gymnasialwunsch gegen ISS-Empfehlung und Note > 3,0 berlin.de, Stand 02/2023
Nordrhein-Westfalen Elternwille Empfehlung der Grundschule hat rein beratenden Charakter Allgemein bekannte Landesregelung
Übrige Länder Uneinheitlich, teils mit Notenschwellen oder Klassenkonferenz-Beschluss Aktuelle Vorgaben beim jeweiligen Kultusministerium prüfen

Mehrwert-Baustein: Diagnostik in den ersten sechs Wochen Klasse 5

Unabhängig vom Übergangsverfahren treffen in Klasse 5 Kinder mit sehr unterschiedlichen Lernständen aufeinander. Der folgende Sechs-Wochen-Fahrplan hilft, diese Unterschiede sichtbar zu machen, bevor sich Lücken verfestigen.

  1. Woche 1–2, Ankommen: Kennenlern-Einheiten und Beobachtung im Alltag, noch ohne formelle Tests, um erste Eindrücke von Arbeitsverhalten und Sozialkontakten zu gewinnen.
  2. Woche 2–3, Lernstandserhebung Deutsch und Mathematik: Diagnoseaufgaben aus der Lernstandserhebung zum Schuljahresbeginn einsetzen und mit der Excel-Auswertung erste Fördergruppen bilden.
  3. Woche 3–4, Vertiefung Mathematik: Ergänzende Diagnose mit dem Mathe-Testvorbereitung-Toolkit, um Rechenlücken aus der Grundschulzeit gezielt zu erkennen.
  4. Woche 4–5, Methodenstand prüfen: Beobachten, wie selbstständig Kinder Aufgaben organisieren, Material einpacken und Hausaufgaben strukturieren – Grundlage für die ersten Methodentraining-Bausteine.
  5. Woche 5–6, Elterngespräche und Förderplanung: Ergebnisse in kurzen Elterngesprächen rückmelden und die ersten Fördermaßnahmen für das laufende Schuljahr festlegen.

Dieser Fahrplan lässt sich unabhängig davon nutzen, ob die Klasse aus einer oder aus mehreren Grundschulen zusammengesetzt ist; im zweiten Fall lohnt sich vor der Diagnostik eine zusätzliche Kennenlernphase mit dem Material Kennenlernen einer Klasse, die sich schon kennt.

Was Grundschule und weiterführende Schule voneinander wissen sollten

Ein Teil der Reibung beim Übergang entsteht nicht durch fachliche Lücken, sondern durch unterschiedliche Arbeitsformen. Grundschulklassen arbeiten häufig mit einer festen Bezugsperson, offenen Lernformen und wenig Fachlehrerwechsel; in Klasse 5 treffen Kinder plötzlich auf sechs bis zehn verschiedene Lehrkräfte, wechselnde Räume und einen Stundenplan mit festen Fachgrenzen. Diese Umstellung betrifft nicht nur leistungsschwächere Kinder – auch sehr selbstständige Grundschulkinder brauchen häufig einige Wochen, bis sie sich in der neuen Organisationsform zurechtfinden.

Ein kurzer, informeller Austausch zwischen abgebender Grundschule und aufnehmender Schule kann diesen Übergang erleichtern, auch wenn er in vielen Bundesländern nicht verpflichtend vorgeschrieben ist. Hilfreich sind dabei weniger einzelne Notenlisten als Hinweise zu Arbeitsverhalten, bevorzugten Sozialformen und eventuellen Fördermaßnahmen, die bereits in der Grundschule liefen. Wo ein solcher Austausch nicht stattfindet, übernimmt die Lernstandserhebung in den ersten Schulwochen einen Teil dieser Funktion, indem sie den tatsächlichen Stand unabhängig von der abgebenden Schule neu erhebt.

Was dieses Material bietet

  • Belegte LänderfaktenÜbergangsverfahren mit Quelle und Stand, nicht pauschal behauptet.
  • Sofort einsetzbare DiagnostikLernstandserhebung mit Lösungen und Excel-Auswertung.
  • Organisationssicherheit für neue KlassenleitungenFertiges Tagesraster für die ersten zehn Schultage.
  • Für beide Seiten des ÜbergangsNutzbar sowohl in Klasse 4 als auch in Klasse 5.
  • Sechs-Wochen-StrukturKlarer Fahrplan statt einzelner loser Diagnoseaufgaben.
  • Sofort digital verfügbarDownload direkt nach dem Kauf, ohne Abo.

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Häufige Fragen

Ist die Grundschulempfehlung überall verbindlich?

Nein, das ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. In Nordrhein-Westfalen etwa hat die Empfehlung rein beratenden Charakter, in Bayern ist der Übertritt an einen Notendurchschnitt gekoppelt, mit Probeunterricht als Alternativweg. Prüfen Sie die aktuelle Regelung Ihres Bundeslands.

Wie ist der Übergang in Berlin geregelt?

Laut Senatsverwaltung für Bildung ist die Förderprognose in Berlin nicht verbindlich, Eltern haben freie Schulwahl. Sie fließt aber in eine 60-Prozent-Quote der Aufnahmeplätze ein, und bei einem Gymnasialwunsch gegen eine ISS-Empfehlung mit einem Notendurchschnitt schlechter als 3,0 ist ein zusätzliches Beratungsgespräch vorgeschrieben (Stand Februar 2023).

Was gehört in eine Lernstandserhebung zum Schuljahresbeginn?

Sinnvoll sind kurze Diagnoseaufgaben zu Deutsch, Lesen und Mathematik mit Lösungen, die sich schnell auswerten lassen, etwa über eine Excel-Vorlage. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für erste Fördergruppen in den ersten Schulwochen.

Wie gehe ich mit einer Klasse aus mehreren Grundschulen um?

Vor der fachlichen Diagnostik lohnt sich eine zusätzliche Kennenlernphase, da sich die Kinder untereinander noch nicht kennen. Spezielles Material für diese Situation unterstützt den Aufbau von Klassengemeinschaft, bevor Lerngruppen gebildet werden.

Wie lange dauert die Diagnostikphase in Klasse 5?

Der hier vorgeschlagene Fahrplan umfasst sechs Wochen: von der Ankommensphase über die Lernstandserhebung bis zu ersten Elterngesprächen und der Förderplanung für das laufende Schuljahr.

Was kostet das Material für den Übergang?

Die vorgestellten Materialien kosten zwischen 19,99 € und 24,99 € in der Einzelversion, jeweils sofort als Download nach dem Kauf verfügbar.