Komplexe pragmatische Texte – Übungen
Vollständige Reihe zur Erschließung und Analyse anspruchsvoller Sachtexte.
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Deutsch · Pragmatische Texte & Schreiben · Sek II / Abitur
Unterrichtsmaterial für die beiden Aufgabenarten, an denen sich das Deutsch-Abitur außerhalb der Literatur entscheidet: die Analyse komplexer pragmatischer Texte und das materialgestützte Schreiben. Die Reihen führen von der Texterschließung über die Quellenarbeit bis zur eigenständigen Textproduktion und enthalten Aufgaben mit Lösungen für EF, Q1 und Q2.
Kurz gesagt: Komplexe pragmatische Texte sind nicht-literarische Gebrauchstexte wie Essays, Kommentare, Reden oder Fachartikel, die eine erkennbare Position vertreten und argumentativ entfaltet sind. Im Abitur werden sie entweder analysiert oder als Materialgrundlage für einen eigenen informierenden oder argumentierenden Text genutzt. Die Reihen und Lernhefte auf dieser Seite trainieren beide Wege: die strukturierte Erschließung samt Argumentationsanalyse und die Textproduktion mit korrekter Quellenangabe.
In der Oberstufe wird die Arbeit an literarischen Texten meist über Jahre geübt, während pragmatische Texte oft nur als Zusatzmaterial auftauchen. Das rächt sich in der Klausur: Ein Essay oder ein Zeitungskommentar folgt einer anderen Logik als eine Kurzgeschichte. Es gibt eine These, eine Argumentationslinie, rhetorische Mittel im Dienst der Überzeugung und einen Adressatenbezug, der mitgedacht werden muss. Wer diese Textsorten nur inhaltlich zusammenfasst, verfehlt die Aufgabenstellung, weil die Analyse der Argumentation und der sprachlichen Gestaltung ausbleibt.
Das materialgestützte Schreiben verschärft diese Anforderung noch. Ihre Lerngruppe erhält mehrere Materialien unterschiedlicher Herkunft und soll daraus einen eigenen kohärenten Text verfassen, der eine Schreibaufgabe für einen bestimmten Adressaten erfüllt. Verlangt sind also drei Kompetenzen gleichzeitig: Material sichten und auswählen, Informationen sachlich richtig wiedergeben und belegen, und dabei einen eigenen roten Faden entwickeln, der nicht bloß die Vorlagen aneinanderreiht. Genau diese Verbindung lässt sich nicht nebenbei erwerben, sondern muss schrittweise aufgebaut werden.
Die folgenden Reihen und Hefte decken den gesamten Bereich ab – von der Erschließung einzelner Sachtexte über den Textvergleich bis zum vollständigen Schreibprozess mit Materialdossier.
Vollständige Reihe zur Erschließung und Analyse anspruchsvoller Sachtexte.
Schülerfassung zum eigenständigen Nacharbeiten und zur Klausurvorbereitung.
Analyse, Argumentation und Textproduktion in einem aufeinander abgestimmten Paket.
Bündelt die Bausteine zum materialgestützten Schreiben für die Oberstufe.
Motivische und thematische Bezüge, diachron und synchron erarbeitet.
Informieren, erklären, zusammenfassen – die Basis für die Oberstufenarbeit.
Sinnvoll ist ein Einstieg über einen einzelnen, überschaubaren Kommentar oder Essay, an dem Ihre Lerngruppe zunächst nur die Argumentationsstruktur freilegt: Wo steht die These, welche Argumente stützen sie, mit welchen Beispielen und Belegen arbeitet der Text, wo argumentiert er gegen eine unterstellte Gegenposition? Erst wenn dieses Gerüst sichtbar ist, kommt die sprachlich-rhetorische Ebene hinzu – Wortwahl, Satzbau, Bildlichkeit, Ironie. Die Reihenfolge ist wichtig, weil rhetorische Mittel ohne den Bezug zur Argumentationsabsicht bloß aufgezählt werden.
Für das materialgestützte Schreiben empfiehlt sich ein Dossier aus drei bis fünf Materialien mit klarer Schreibaufgabe, etwa einem Beitrag für die Schulhomepage oder einem Kommentar für eine Regionalzeitung. Der Schreibprozess wird dabei in Etappen getrennt: Materialsichtung mit Markierungen, Zielsetzung und Adressatenanalyse, Gliederung, erst dann die Ausformulierung. Wenn Sie die Gliederung als eigene Zwischenprodukt einsammeln, sehen Sie sofort, wer nur nacherzählt und wer bereits eine eigene Linie entwickelt. Die Materialien liefern für beide Aufgabenarten Textgrundlagen, Aufgabenstellungen und Lösungshinweise.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| EF | Grundlagen | Sachtexte erschließen, strukturieren und Argumentationsgänge sichtbar machen |
| Q1 | Aufbau | Materialgestütztes informierendes Schreiben, Quellenarbeit und korrektes Belegen |
| Q2 | Abiturvorbereitung | Argumentierendes Schreiben, Textvergleich und Klausursimulation unter Zeitdruck |
Die Steuerung des Anspruchsniveaus gelingt am einfachsten über das Material selbst. Für schwächere Lerngruppen geben Sie einen Text mit klar markierten Absätzen und einer vorstrukturierten Randspalte aus, in der nur noch die Funktion jedes Abschnitts einzutragen ist; leistungsstarke Kurse erhalten denselben Text ohne Vorstrukturierung und entwickeln die Gliederung eigenständig. Beim materialgestützten Schreiben lässt sich die Anzahl der Materialien reduzieren oder um eine Karikatur beziehungsweise eine Statistik erweitern, wodurch der Anspruch an die Materialauswertung deutlich steigt.
Für die Bewertung hat es sich bewährt, die Kriterien getrennt auszuweisen: sachliche Richtigkeit der Materialwiedergabe, Nachvollziehbarkeit der eigenen Argumentation, Adressaten- und Situationsbezug sowie sprachliche Angemessenheit und Quellenumgang. Damit wird für Ihre Lerngruppe sichtbar, dass ein sprachlich glatter Text ohne belegte Aussagen nicht ausreicht – und umgekehrt eine Materialsammlung ohne eigene Linie ebenso wenig. Da die Dateien bearbeitbar vorliegen, können Sie die Kriterienraster an die Vorgaben Ihres Bundeslandes anpassen.
Die Analyse komplexer pragmatischer Texte und das materialgestützte Schreiben sind in den Kernlehrplänen der gymnasialen Oberstufe als eigene Aufgabenarten ausgewiesen und erscheinen regelmäßig als Abituraufgabe. Typische Formulierungen verlangen, einen pragmatischen Text zu analysieren und dabei Argumentationsstruktur und sprachliche Gestaltung aufeinander zu beziehen, oder auf der Basis vorgelegter Materialien einen informierenden beziehungsweise argumentierenden Text für einen benannten Adressaten zu verfassen.
Ein zweiter Prüfungsbezug entsteht dort, wo literarische und pragmatische Texte aufeinandertreffen. Der Vergleich eines literarischen Textes mit einem Sachtext zum selben Thema verlangt, motivische und thematische Bezüge zu erkennen und zwischen diachroner und synchroner Betrachtung zu unterscheiden. Die entsprechende Reihe deckt diesen Aufgabentyp gesondert ab, sodass Sie ihn als eigenen Baustein einplanen können, statt ihn erst in der Klausur zum ersten Mal aufzurufen.
Textanalyse Klasse 10 komplett
Autor-Rezipienten-Kommunikation
Kommunikation in Politik und Gesellschaft
Medien und Literatur im Wandel
XXL-Sparpaket: Lehrplan Deutsch GoSTGemeint sind nicht-literarische Gebrauchstexte mit erkennbarer Argumentationsabsicht: Essays, Kommentare, Reden, Glossen oder populärwissenschaftliche Fachartikel. Komplex heißt, dass sie mehrere Argumentationsstränge verbinden, häufig implizit werten und sprachlich anspruchsvoll gestaltet sind. Für die Analyse müssen deshalb Inhalt, Argumentationsstruktur und sprachliche Gestaltung aufeinander bezogen werden.
Jede aus dem Material übernommene Information wird kenntlich gemacht, in der Regel durch einen Kurzverweis auf Material und Zeile beziehungsweise auf Autor und Titel. Wörtliche Übernahmen stehen in Anführungszeichen, sinngemäße Übernahmen werden mit einer eindeutigen Quellenangabe versehen. Wichtig ist, dass der eigene Text lesbar bleibt und die Belege die Argumentation stützen, statt sie zu ersetzen.
Beide Bereiche sind eigenständige Aufgabenarten: die Analyse eines pragmatischen Textes, häufig verbunden mit einer weiterführenden Erörterung, sowie das materialgestützte Verfassen eines informierenden oder argumentierenden Textes. Welche Aufgabenart in Ihrem Bundesland vorgesehen ist, regeln die jeweiligen Vorgaben zum Zentralabitur; die Materialien decken alle genannten Varianten ab.
Am tragfähigsten ist ein gemeinsames Thema oder Motiv, das beide Texte unterschiedlich behandeln – etwa Fortschritt, Sprache oder gesellschaftlicher Wandel. Ihre Lerngruppe arbeitet dann heraus, wie der literarische Text das Thema gestaltet und wie der Sachtext es argumentativ entfaltet. Die Reihe zu diachronen und synchronen Bezügen liefert dafür fertige Textpaare und Aufgabenstellungen.
Ja, zu den Aufgaben der Reihen gehören ausführliche Lösungen beziehungsweise Erwartungshorizonte. Bei offenen Schreibaufgaben handelt es sich um Kriterienraster und Musterlösungen, die Sie als Bewertungsgrundlage nutzen oder an Ihre eigenen Vorgaben anpassen können.
Die Reihen enthalten bearbeitbare Textdateien sowie druckfertige PDF-Fassungen der Arbeitsblätter. So können Sie Aufgabenstellungen umformulieren, Materialien austauschen oder das Dossier für Ihre Lerngruppe kürzen.