Classical & Multimodal Literary Formats
Reihe zu Chancen und Grenzen klassischer und multimodaler Formate im Vergleich.
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Englisch · Literatur & Medien im Wandel · Sek II / Abitur
Sechs Materialpakete zum Literaturschwerpunkt der englischen Oberstufe. Sie erhalten Reihen zu klassischen und multimodalen Textformaten, ein Drama in der Fassung für den Unterricht, Material zu utopischen und dystopischen Erzählwelten sowie ein Lernheft zum Medienwandel – mit Aufgaben für Analyse, Vergleich und Comment.
Kurz gesagt: Der Literaturunterricht der englischen Oberstufe umfasst heute Drama und Roman ebenso wie Film, Podcast, Graphic Novel und digitale Erzählformen. Verlangt wird, dass Ihre Lerngruppe die Analysekategorien der Textinterpretation – Erzählperspektive, Figurenkonzeption, Dramaturgie, Sprache – auf beide Bereiche anwendet und begründet, was ein Format leisten kann und was nicht. Die Materialien auf dieser Seite führen von der klassischen Textanalyse über den Medienvergleich bis zur Beurteilung digitaler Erzählformen.
Die Trennung zwischen "richtiger" Literatur und medialen Formaten ist im Unterricht wenig ergiebig, weil sie den entscheidenden Punkt verdeckt: Jedes Format hat eigene Mittel, und erst der Vergleich macht sie sichtbar. Ein Roman kann Innensicht sprachlich herstellen und dabei offenlassen, ob die Wahrnehmung zuverlässig ist; ein Film muss dieselbe Unsicherheit über Kameraführung, Schnitt und Ton erzeugen. Wer eine Szene in beiden Fassungen untersucht, versteht nicht nur die Adaption, sondern auch das Original genauer – weil er die sprachlichen Mittel nicht mehr für selbstverständlich hält.
Für den Englischunterricht kommt ein sprachlicher Vorteil hinzu. Multimodale Texte liefern Anlässe für genau die Operatoren, die in der Oberstufe geprüft werden: describe, analyse, compare, evaluate. Ein Standbild aus einer Verfilmung lässt sich beschreiben, bevor über die Wirkung geurteilt wird; ein Podcast-Ausschnitt verlangt Hörverstehen und zugleich die Analyse von Stimme und Tempo. Damit wird der Literaturunterricht zu einem Ort, an dem Fachinhalt und Sprachkompetenz nicht getrennt geübt werden müssen, sondern in derselben Aufgabe zusammenfallen.
Die Pakete lassen sich einzeln einsetzen oder zu einer Sequenz vom klassischen Drama über den Medienvergleich bis zur digitalen Erzählform verbinden.
Reihe zu Chancen und Grenzen klassischer und multimodaler Formate im Vergleich.
Englischsprachige Reihe zum Medienwandel und seinen Folgen für das Erzählen.
Material zu Arthur Millers Drama mit Figuren-, Dramaturgie- und Kontextanalyse.
Reihe zu Identitätsentwürfen bei Shakespeare und ihren modernen Bearbeitungen.
Reihe zu Zukunftsentwürfen in Literatur und Medien mit Gattungsfragen.
Heft für die Hand der Lernenden zu Medienwandel, Autorschaft und KI-Texten.
Ein Medienvergleich gelingt selten spontan; er braucht eine feste Reihenfolge. Bewährt hat sich, zuerst die Textfassung vollständig zu erarbeiten und die Analyseergebnisse schriftlich zu sichern, bevor die zweite Fassung überhaupt gezeigt wird. Erst dann wird eine kurze, klar begrenzte Passage in beiden Versionen nebeneinandergestellt – etwa eine Schlüsselszene von wenigen Minuten. Die Leitfrage lautet nicht, welche Fassung besser ist, sondern welche Entscheidung die Adaption getroffen hat und welche Wirkung daraus folgt. Damit ist die Aufgabe analytisch und nicht geschmacksabhängig.
Für die Erarbeitung eignet sich ein Beobachtungsraster mit getrennten Spalten für Sprache, Bild, Ton und Struktur; jede Gruppe füllt zunächst nur eine Spalte, bevor die Ergebnisse zusammengeführt werden. Zum Abschluss empfiehlt sich eine Produktionsaufgabe, weil sie das Gelernte prüfbar macht: Die Lernenden schreiben eine kurze Szene in einer anderen Gattung um – aus dem Dramendialog wird ein Prosaabschnitt, aus der Romanpassage ein Storyboard – und begründen anschließend auf Englisch, welche Informationen dabei verloren gehen und welche neu entstehen.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| EF | Textsorten kennenlernen | Drama, Roman und Kurzformen; Grundbegriffe der Analyse und erste Vergleiche |
| Q1 | Multimodale Formate | Film, Podcast und digitale Narration; Adaption und Medienwechsel untersuchen |
| Q2 | Abiturbezug | Analysis, Comparison und Comment auf Prüfungsniveau, auch mit KI-Texten |
Literarische Texte in der Fremdsprache scheitern selten am Inhalt, sondern am Umfang. Sinnvoll ist deshalb eine Differenzierung über die Textmenge und nicht über die Anspruchshöhe: Alle Lernenden bearbeiten dieselbe Analysefrage, aber an unterschiedlich langen Auszügen, und alle erhalten dasselbe Fachvokabular für die Antwort. Für schwächere Lerngruppen helfen vorstrukturierte Analyseraster mit Beispielformulierungen, für stärkere entfällt das Raster, und der Auszug wird ungekürzt gelesen. Da die Materialien bearbeitbar sind, lassen sich beide Varianten aus derselben Datei erzeugen.
Bei der Leistungsüberprüfung hat sich die Dreiteilung aus Comprehension, Analysis und Evaluation bewährt. Der Analyseteil sollte eine klar benannte Kategorie ansteuern – etwa die Erzählperspektive oder die Figurenrede – statt eine allgemeine Interpretation zu verlangen, weil sonst Beschreibung und Deutung ineinanderlaufen. Im Evaluationsteil eignen sich Aufgaben mit Medienbezug besonders gut, etwa die Frage, ob sich ein bestimmter Text für eine Verfilmung eignet. Sie verlangen eine begründete Position und lassen dennoch mehrere vertretbare Antworten zu.
In den Lehrplänen der gymnasialen Oberstufe erscheint der Bereich meist als Umgang mit Texten und Medien und ist neben dem soziokulturellen Orientierungswissen einer der beiden tragenden Pfeiler des Faches. Verbindlich ist in der Regel, dass mindestens ein längerer literarischer Text – häufig ein Drama oder ein Roman – vollständig gelesen wird und dass daneben mediale Formate behandelt werden. Die Länder setzen unterschiedliche Schwerpunkte; die Verbindung von klassischem Text und Medienbezug ist jedoch durchgängig vorgesehen.
In der Abiturprüfung erscheint der Bereich fast immer als Textaufgabe mit einem literarischen Auszug, gelegentlich ergänzt um ein Bild, eine Karikatur oder einen kurzen Sachtext als Zusatzmaterial. Bewertet wird, ob die Analyse am Text belegt ist und ob die Fachbegriffe korrekt und auf Englisch verwendet werden. Für die Vorbereitung heißt das: weniger Inhaltswissen über einzelne Werke, mehr Sicherheit im Umgang mit den Kategorien und im Formulieren – genau darauf sind die Aufgaben der hier angebotenen Reihen ausgerichtet.
Future Society & Media Literacy – XXL-Sparpaket
Shakespeare – Elizabethan England
Social Media & Digital Platforms
Science and Technology in the 21st Century
The United Kingdom – Politics, Culture & SocietyDie Reihen behandeln Drama und Roman als klassische Langformen, dazu Kurzformen wie Short Story und Gedicht sowie multimodale Formate: Film, Podcast, Graphic Novel und digitale Erzählformen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Vergleich, also auf der Frage, mit welchen Mitteln ein Format arbeitet und was sich beim Wechsel in ein anderes Format verändert.
Die Reihe zu Death of a Salesman erschließt Arthur Millers Drama mit Aufgaben zu Figuren, Dramaturgie und historischem Kontext. Der Primärtext selbst muss wie üblich als Lektüre beschafft werden, da er urheberrechtlich geschützt ist; das Material ist auf die Arbeit mit einer im Kurs eingeführten Ausgabe hin angelegt.
Sinnvoll ist ein Raster, das die Ebenen zunächst trennt: Sprache, Bild, Ton und Struktur werden getrennt beobachtet, bevor über die Gesamtwirkung gesprochen wird. Anschließend wird eine kurze Schlüsselstelle in zwei Fassungen verglichen, wobei die Leitfrage der Adaptionsentscheidung gilt und nicht der Bewertung. Diese Reihenfolge verhindert, dass Beschreibung und Urteil ineinanderlaufen.
Ja, das Lernheft zu Literatur und Medien im Wandel bündelt den Themenbereich in einer Fassung für die Hand der Lernenden und behandelt dabei auch die Rolle künstlicher Intelligenz. Es eignet sich zur selbstständigen Wiederholung vor Klausur und Abitur, während die Unterrichtsreihen den Unterrichtsgang mit Aufgaben und Materialien liefern.
Zu den geschlossenen und halboffenen Aufgaben gehören Lösungen. Bei Analyse- und Comment-Aufgaben liegen Erwartungshorizonte vor, die die erwarteten Kategorien und Belege benennen; da bei Interpretationsaufgaben mehrere begründete Deutungen vertretbar sind, sind sie als Orientierung und nicht als einzige richtige Lösung angelegt.
Die Materialien werden als digitale Dateien bereitgestellt und sind bearbeitbar, sodass Sie Textumfang, Aufgabenstellung und Hilfen an Ihre Lerngruppe anpassen können. Damit lassen sich aus einer Datei ohne Layoutarbeit zwei Fassungen für unterschiedliche Niveaustufen erzeugen.