Stillleben in der Malerei – von Cézanne bis zur Moderne
Klausur zur Gattung Stillleben mit Schwerpunkt auf Bildaufbau, Farbe und Raumdarstellung.
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Kunst · Klausuren & Leistungsmessung · Sek II
Fertige Klausuren für den Kunstunterricht der Oberstufe – zu Malerei, Architektur, Skulptur und zum Text-Bild-Vergleich, jeweils mit ausgearbeitetem Erwartungshorizont. Dazu der Komplettkurs zur Abiturvorbereitung, mit dem sich Analyse- und Interpretationskompetenz systematisch aufbauen lässt.
Kurz gesagt: Eine Kunst-Klausur in der Oberstufe prüft in der Regel an einer Abbildungsvorlage: beschreiben, analysieren, in den Kontext einordnen und begründet beurteilen. Auf dieser Seite finden Sie vier ausgearbeitete Klausuren zu Stillleben, Bauhaus-Architektur, Skulptur und Text-Bild-Vergleich – jeweils mit Erwartungshorizont – sowie den Abitur-Komplettkurs zur systematischen Vorbereitung.
Anders als in schriftlich geprägten Fächern ist der Gegenstand einer Kunstklausur meist nur ein einziges Bild. Alles, was die Lernenden schreiben, müssen sie aus dieser Vorlage entwickeln – und genau hier entstehen die typischen Ausfälle. Wer nie geübt hat, wo Beschreibung endet und Analyse beginnt, mischt beides; wer die Deutung nicht am Befund belegt, produziert Assoziationsprosa. Die Operatoren sind deshalb keine Formalie, sondern die eigentliche Struktur der Leistung: Sie legen fest, welcher Anforderungsbereich verlangt ist und wie tief die Antwort reichen muss.
Für die Lehrkraft folgt daraus zweierlei. Erstens muss die Aufgabenstellung so eindeutig formuliert sein, dass der geforderte Umfang aus dem Operator ablesbar ist – „beschreiben“, „analysieren“, „vergleichen“ und „erörtern“ verlangen unterschiedliche Textsorten. Zweitens braucht die Korrektur ein Raster, das inhaltliche Teilleistungen benennt, statt einen Gesamteindruck zu vergeben. Ein ausgearbeiteter Erwartungshorizont leistet beides: Er macht die Bewertung nachvollziehbar und schützt zugleich vor der Versuchung, allein die sprachliche Gewandtheit zu honorieren.
Die Klausuren decken unterschiedliche Gegenstandsfelder ab und lassen sich über das Schuljahr verteilt einsetzen; der Komplettkurs begleitet die Vorbereitung.
Klausur zur Gattung Stillleben mit Schwerpunkt auf Bildaufbau, Farbe und Raumdarstellung.
Klausur zur Architektur der Moderne mit vollständigem Erwartungshorizont.
Analyse einer zeitgenössischen Plastik zu Form, Raum und Wahrnehmung.
Klausurformat, das literarische Vorlage und Bild aufeinander bezieht.
Bildanalyse, Kunstgeschichte und Interpretation als durchgehender Kurs zur Prüfungsvorbereitung.
Am wirksamsten ist ein gestuftes Training über mehrere Wochen statt einer einmaligen Übungsklausur. In der ersten Stufe schreiben die Lernenden ausschließlich Beschreibungen: Bildgegenstand, Format, Bildaufbau, Farb- und Lichtführung – ohne jede Deutung. Diese Texte werden im Kurs gegengelesen und auf verdeckte Interpretationen durchsucht. Erst wenn die Trennung sitzt, folgt die Analyse der Gestaltungsmittel, und zwar zunächst nur zu einem einzigen Aspekt, etwa der Komposition.
In der zweiten Stufe wird der Deutungsschritt geübt: Jede Aussage muss an einem konkreten Befund im Bild belegt werden. Bewährt hat sich ein Zweispaltenblatt mit den Spalten „Beobachtung“ und „Was folgt daraus?“, das die Belegpflicht sichtbar macht. Kurz vor der Klausur empfiehlt sich ein Durchgang mit einem echten Erwartungshorizont: Die Lernenden korrigieren eine anonymisierte Musterlösung mit dem Raster, das später bei ihnen angelegt wird. Wer einmal in der Korrektorenrolle war, versteht die Anforderungen deutlich schneller als über jede Erläuterung.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| EF | Erste Analyseklausur | Beschreiben und Analysieren trennen, Operatoren kennenlernen |
| Q1 | Werkvergleich unter Zeitdruck | Struktur, Belege am Bildbefund und sichere Fachsprache |
| Q2 | Abiturähnliche Klausur | Interpretation, Kontexteinordnung und Bewertung nach Raster |
Ein tragfähiger Erwartungshorizont listet nicht die eine richtige Deutung, sondern die erwartbaren Teilleistungen je Anforderungsbereich: welche Bildbefunde genannt werden sollten, welche Gestaltungsmittel zu benennen sind, welche Kontextbezüge naheliegen. Für den Beurteilungsteil sind mehrere Wege fachlich vertretbar – hier zählt die Qualität der Begründung, nicht die Übereinstimmung mit einer Vorgabe. Weil die Klausuren in bearbeitbaren Formaten vorliegen, können Sie das Raster an Ihre Schwerpunktsetzung und an die Vorgaben Ihres Bundeslandes anpassen.
Für heterogene Kurse lässt sich der Anspruch über die Aufgabenformulierung steuern, ohne das Niveau abzusenken. Eine Klausur kann denselben Gegenstand mit stärker gegliederter Aufgabenstellung anbieten – etwa mit einer expliziten Aufforderung, Komposition, Farbe und Raum nacheinander zu behandeln – während die anspruchsvollere Variante offener formuliert bleibt. Bei Lernenden mit Nachteilsausgleich hilft eine zusätzliche Vergrößerung der Abbildung oder eine verlängerte Bearbeitungszeit deutlich mehr als eine inhaltliche Kürzung.
Die Lehrpläne der gymnasialen Oberstufe sehen für das Fach Kunst mehrere Aufgabenarten vor: die Analyse und Interpretation eines Werkes, den Werkvergleich, die Erörterung einer fachbezogenen Fragestellung anhand von Bild- und Textmaterial sowie – je nach Bundesland – die gestaltungspraktische Aufgabe mit schriftlichem Erläuterungsteil. Die hier versammelten Klausuren decken die schriftlichen Formate an unterschiedlichen Gegenstandsfeldern ab, sodass sich über das Schuljahr eine sinnvolle Progression ergibt.
Für die Abiturvorbereitung ist die Breite der Gegenstände entscheidend: Malerei, Architektur und Plastik werden in den Vorgaben regelmäßig nebeneinander aufgerufen, und der Text-Bild-Vergleich prüft zusätzlich die Fähigkeit, zwischen zwei Zeichensystemen zu übersetzen. Der Komplettkurs zur Bildanalyse und Kunstgeschichte bündelt die dafür nötigen Grundlagen und lässt sich parallel zu den Klausuren als Wiederholungsmaterial einsetzen.
Systemische Bildanalyse schreiben – Komposition
Lernheft: Wie verfasst man eine Bildanalyse?
Sparpaket: Wichtige Epochen in der KunstJa, zu jeder Klausur gehört ein ausgearbeiteter Erwartungshorizont mit den erwartbaren Teilleistungen. Für den Beurteilungsteil ist er als Orientierung formuliert, weil dort mehrere Wege fachlich vertretbar sind und die Qualität der Begründung zählt.
Im schriftlichen Bereich dominieren „beschreiben“ und „analysieren“ im Anforderungsbereich I und II sowie „vergleichen“, „interpretieren“, „erörtern“ und „beurteilen“ im Anforderungsbereich III. Entscheidend ist, dass die Lernenden die unterschiedlichen Textsorten dahinter beherrschen – vor allem die klare Trennung von Befund und Deutung.
Üblich sind in der Qualifikationsphase je nach Bundesland und Kursart zwei bis drei Unterrichtsstunden, im Leistungskurs entsprechend mehr. Maßgeblich sind die Vorgaben Ihrer Schule; die Aufgabenstellungen lassen sich über die Zahl der Teilaufgaben an die vorgesehene Bearbeitungszeit anpassen.
Ja, die Materialien liegen in bearbeitbarer Form vor. Sie können Operatoren an die Formulierungen Ihres Landes angleichen, Teilaufgaben streichen oder ergänzen und die Gewichtung im Bewertungsraster verändern.
Ja, gerade der Einsatz als Übungsklausur ist sinnvoll. Besonders wirksam ist es, die Lernenden eine anonymisierte Bearbeitung mit dem Erwartungshorizont selbst korrigieren zu lassen, bevor die eigene Leistung geschrieben wird.
Die Klausuren werden als digitale Dateien bereitgestellt und sind für den Druck als Arbeitsblatt vorbereitet. Die Abbildungsvorlagen lassen sich ebenso separat projizieren, wenn Sie mit dem Bild vorab im Unterricht arbeiten möchten.