Diagnose
Lernstandserhebung Schuljahresbeginn
Diagnosebögen für Deutsch, Lesen und Mathematik mit Excel-Auswertung, ausgelegt für die ersten Schulwochen der Klassen 5 bis 10 und direkt einsetzbar ab dem ersten Schultag.
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Jahresplanung · Klasse 5 · Ankommen & Diagnose
Ein Jahresraster für die 5. Klasse, das mit einer Diagnosephase in den ersten sechs Wochen beginnt, den Methodenaufbau über vier Quartale verteilt und erst danach in die fachliche Stoffverteilung übergeht. Mit Material für Diagnose, Klassenleitung und die Kernfächer.
Die Jahresplanung für Klasse 5 gelingt, wenn sie nicht am ersten Schultag mit dem Lehrplan beginnt, sondern mit einer Diagnosephase, aus der ein Fachkollegium und Klassenleitung erst dann in die eigentliche Stoffverteilung gehen. Die Lernstandserhebung zum Schuljahresbeginn liefert dafür Diagnosebögen für Deutsch, Lesen und Mathematik, während die ersten zehn Schultage die organisatorische Seite der neuen Klasse strukturieren. Erst danach folgt die fachliche Progression, etwa mit dem Englisch-Grammatiktraining Klasse 5.
Der Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I bringt eine neue Lerngruppe aus mehreren Grundschulen zusammen, die fachlich, sozial und organisatorisch selten auf einem Stand ist. Wer die Jahresplanung trotzdem wie in einer bestehenden Klasse beginnt und in der ersten Woche direkt mit dem Lehrplan startet, verliert genau die Informationen, die eine passende Förderung erst möglich machen. Eine tragfähige Jahresplanung für Klasse 5 sieht deshalb drei Phasen vor, die zeitlich klar getrennt sind: eine Ankommensphase, eine Diagnosephase und erst danach den regulären Fachunterricht im Halbjahrestakt.
Die Ankommensphase umfasst die ersten ein bis zwei Wochen. Sitzordnung, Klassenregeln, Fachraumwege und ein erstes gegenseitiges Kennenlernen stehen im Vordergrund, bevor überhaupt Fachinhalte in nennenswertem Umfang beginnen. Parallel dazu läuft die Diagnosephase, die sich über die ersten sechs Wochen erstreckt und in Deutsch, Lesen und Mathematik den tatsächlichen Kenntnisstand der neuen Klasse erfasst. Diese sechs Wochen sind kein verlorener Unterricht, sondern die Grundlage für jede spätere Differenzierung, denn ohne sie planen Lehrkräfte ins Blaue.
Erst wenn diese Grundlage steht, beginnt die eigentliche Stoffverteilung nach Quartalen. Sie unterscheidet sich von der Planung höherer Klassen dadurch, dass parallel zu den Fachinhalten der Aufbau von Arbeitstechniken läuft, die in der Grundschule nur ansatzweise vorhanden waren: Mappenführung, Hausaufgabenplanung, Vokabellernen, das selbstständige Vorbereiten auf eine Klassenarbeit. Ein Methodentag oder eine feste Methodenstunde pro Woche in den ersten beiden Quartalen zahlt sich in den folgenden Quartalen doppelt aus, weil die Klasse dann selbstständiger arbeitet.
Die folgende Auswahl deckt die drei Phasen ab: Diagnose und Klassenleitung für den Schuljahresbeginn, dazu fachliche Reihen für Deutsch, Englisch und Mathematik, mit denen die Quartale gefüllt werden.
Diagnose
Diagnosebögen für Deutsch, Lesen und Mathematik mit Excel-Auswertung, ausgelegt für die ersten Schulwochen der Klassen 5 bis 10 und direkt einsetzbar ab dem ersten Schultag.
Ankommen
Zehn ausgearbeitete Tagesraster für die Übernahme einer neuen Klasse, mit Kennenlernbausteinen, Ämterplan und gemeinsamer Regelentwicklung für den Start in Klasse 5.
Klassenklima
Workshop zur gemeinsamen Regelerarbeitung mit Konsequenzenstufen und 24 Ritualkarten für Start, Übergang, Arbeitsphase und Abschluss der Stunde, geeignet für die neue Klasse 5.
Deutsch
Ein vollständiges Schreibprojekt für den Deutschunterricht, das erste zusammenhängende Erzähltexte anleitet und sich als Baustein für das zweite Quartal eignet.
Englisch
Strukturiertes Training zu Wortarten, Satzarten und Zeichensetzung, passend für den Einstieg ins erste Sek-I-Jahr in Englisch mit klarem Übungsaufbau.
Mathematik
Wachsende Materialsammlung zu Zahlen, Rechnen, Geometrie, Größen und Statistik für die gesamte Sekundarstufe I, geeignet als fachlicher Unterbau ab Klasse 5.
Nach der sechswöchigen Diagnosephase liegt eine belastbare Grundlage vor, mit der eine Klassen- und Fachkonferenz die Stoffverteilung für die vier Quartale festlegen kann. Das erste Quartal kombiniert fachliche Einstiegsthemen mit einem festen Methodenanteil, etwa einer wöchentlichen Stunde zu Mappenführung, Vokabellernen und Hausaufgabenplanung. Im zweiten Quartal sinkt der Methodenanteil zugunsten der Fachinhalte, während die im ersten Quartal aufgebauten Routinen weiterlaufen und nur noch punktuell wiederholt werden.
Das dritte Quartal beginnt nach den Weihnachtsferien mit einer kurzen Wiederholungsphase, da über die Ferien Routinen und Fachwissen erfahrungsgemäß nachlassen. Diese Phase eignet sich außerdem, um die Ergebnisse der ersten Klassenarbeiten auszuwerten und die Diagnose aus dem ersten Quartal mit dem tatsächlichen Leistungsstand abzugleichen. Im vierten Quartal rückt die Vorbereitung auf Klasse 6 in den Blick, etwa durch erste längere zusammenhängende Aufgabenformate, die im zweiten Sek-I-Jahr an Gewicht gewinnen.
Für die Klassenleitung läuft parallel eine soziale Beobachtungslinie: Wie setzt sich die neue Lerngruppe zusammen, welche Kinder kannten sich schon aus der Grundschule, wo entstehen neue Freundschaften und wo bleiben einzelne Kinder isoliert. Diese Beobachtungen fließen in die Sitzordnung, in die Gruppenbildung für Projektarbeit und in mögliche frühzeitige Elterngespräche ein, bevor sich soziale Schwierigkeiten verfestigen.
Die folgende Übersicht zeigt eine mögliche Verteilung für die Kernfächer, die den Methodenaufbau bewusst in den ersten beiden Quartalen konzentriert. Sie ersetzt keinen schulinternen Lehrplan, sondern zeigt eine Reihenfolge, mit der sich die Diagnoseergebnisse sinnvoll in die Fachplanung übersetzen lassen.
| Quartal | Schwerpunkt Deutsch | Schwerpunkt Mathematik | Schwerpunkt Englisch | Methoden- und Klassenzeit |
|---|---|---|---|---|
| 1. Quartal | Erzählen, erste Aufsatzform | Zahlen, Grundrechenarten wiederholen | Einstufung, Grundwortschatz sichern | Diagnose, Ankommensphase, Regeln |
| 2. Quartal | Rechtschreibstrategien, Wortarten | Größen und Sachrechnen | Grammatik, erste Dialoge | Mappenführung, Vokabellernen als Ritual |
| 3. Quartal | Lesestrategien, Textverständnis | Geometrie, Flächen und Körper | Leseverstehen, kurze Texte | Wiederholung nach den Ferien, Auswertung |
| 4. Quartal | Erste Buchvorstellung | Wiederholung, Sachaufgaben | Schreiben, Storytelling | Vorbereitung auf Klasse 6, Rückblick |
Nach einer etwa sechswöchigen Diagnosephase, die auf eine kurze Ankommensphase von ein bis zwei Wochen folgt. Vor Ablauf dieser sechs Wochen liegt noch keine belastbare Grundlage für Differenzierung vor, sodass eine frühere vollständige Stoffverteilung häufig an der Realität der neuen Klasse vorbeiplant.
In der Praxis bewährt sich eine feste Methodenstunde pro Woche im ersten und zweiten Quartal, die im dritten Quartal auf punktuelle Wiederholungen reduziert wird. Acht bis zehn Bausteine zu Arbeitsplatz, Zeitplanung und Lerntechniken reichen aus, um die Klasse spürbar selbstständiger zu machen.
Die Unterschiede betreffen vor allem Rechtschreibstrategien, den Umfang des Grundwortschatzes in Englisch und die Sicherheit im Kopfrechnen, da Grundschulen unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Eine strukturierte Diagnose in den ersten Wochen macht diese Unterschiede sichtbar, statt sie erst bei der ersten Klassenarbeit zu entdecken.
Das hängt von der schulinternen Leistungskonzeption ab, die für Anzahl und Zeitpunkt von Klassenarbeiten verbindlich ist. Fachlich spricht vieles dafür, die erste Arbeit erst nach Abschluss der Diagnosephase anzusetzen, damit sie auf einer gefestigten Grundlage statt auf ungeklärten Wissenslücken aufbaut.
Die Diagnoseergebnisse aus den ersten sechs Wochen zeigen, in welchen Bereichen eine innere Differenzierung notwendig ist, etwa durch gestufte Arbeitsblätter oder zusätzliche Übungszeit für einzelne Kinder. Ein Austausch im Jahrgangsteam hilft, diese Differenzierung fächerübergreifend statt isoliert je Fach zu planen.
Die grundlegende Logik aus Ankommen, Diagnose und Stoffverteilung lässt sich schulform- und bundeslandübergreifend anwenden, die konkrete Stundentafel und die Lehrplaninhalte unterscheiden sich jedoch je nach Bundesland und Schulform. Prüfen Sie vor der Umsetzung die Vorgaben Ihres Bundeslands und Ihrer Schule, die Vorlagen ersetzen keinen schulinternen Lehrplan.