Geschichte · Klasse 7–10 · Sekundarstufe I
Geschichte englischsprachiger Länder in der Sek I: Großbritannien, Kanada und USA unterrichten
Großbritannien, Kanada und die USA tauchen im Geschichtsunterricht selten als eigene Reihe auf, sondern als Anschlussstellen an Revolutionen, Imperialismus und Weltmächte. Diese Seite hilft bei der Planung: Wo setzen Sie an, wie stimmen Sie sich mit der Englisch-Fachschaft ab, und wie halten Sie die Perspektive der indigenen Bevölkerung im Blick.
1066Normannische Eroberung Englands, üblicher Startpunkt der britischen Linie
1670Gründung der Hudson’s Bay Company, Ausgangspunkt der Pelzhandelsfrage
1776Unabhängigkeitserklärung der dreizehn Kolonien
5 Präsidentenvon Washington bis Trump als Vergleichsfälle im Material
Die Geschichte englischsprachiger Länder gehört in der Sekundarstufe I meist nicht in eine eigene Epoche, sondern in drei Zusammenhänge: Revolutionen und Verfassungen (England 1688/89, Nordamerika 1776 und 1787), Imperialismus und Kolonialismus (britisches Empire, Pelzhandel und Seuchen im Westen Kanadas) sowie Weltmächte und politische Systeme (USA im 20. Jahrhundert, Brexit). Welche dieser Anschlussstellen in Ihrer Klasse tragen, hängt von den Vorgaben Ihres Bundeslandes und von der Schulform ab. Fachlich bewährt sich ein Vorgehen in drei Schritten: erst ein exemplarischer Fall pro Land, dann ein Vergleich über eine feste Leitfrage, zuletzt eine Urteilsaufgabe, die Perspektiven gegeneinander stellt. Mit der Englisch-Fachschaft lohnt sich eine Absprache über Begriffe und Texte, damit Schülerinnen und Schüler „Parliament“, „Colony“ oder „Treaty“ nicht zweimal unabhängig voneinander lernen. Besonderes Gewicht verdient die indigene Perspektive: Ohne sie bleibt die Geschichte Kanadas und der USA eine Geschichte der Ankömmlinge.
Wo das Thema im Lehrplan auftaucht
Lehrpläne führen „Großbritannien“, „Kanada“ oder „USA“ in der Sek I selten als Pflichtthema auf. Häufiger stehen dort Leitbegriffe wie Revolution, Imperialismus, Nationalstaat oder Weltmacht, und die englischsprachigen Länder dienen als Beispielräume. Die Bezeichnungen und die Zuordnung zu Klassenstufen unterscheiden sich je nach Land erheblich: Kernlehrplan in Nordrhein-Westfalen, LehrplanPLUS in Bayern, Bildungsplan in Baden-Württemberg, Kerncurriculum in Niedersachsen und Hessen, Rahmenlehrplan in Berlin und Brandenburg. Prüfen Sie deshalb die Vorgaben Ihres Bundeslandes und Ihrer Schulform, bevor Sie eine Reihe festlegen.
In der Praxis ergeben sich drei Andockstellen. Die erste ist die Frage nach politischer Teilhabe: Wie wurde Herrschaft begrenzt, und von wem? Hier passen Magna Carta (1215), Glorious Revolution und Bill of Rights (1689) sowie die amerikanische Verfassung. Die zweite ist die Expansion europäischer Mächte: Wer handelte mit wem, wer verlor dabei Land und Leben? Hier passen der Pelzhandel im Westen Kanadas und das britische Empire. Die dritte ist die Frage nach Weltmächten im 20. Jahrhundert, in der die USA und das Vereinigte Königreich in der Regel als Akteure der Weltkriege erscheinen.
Wenn Ihr Lehrplan eine Anschlussstelle nicht ausdrücklich nennt, ist das kein Hindernis. Ein exemplarischer Fall bleibt ein Fall, und die Reihenfolge der Themen in der Fachkonferenz legt oft mehr fest als der Lehrplantext selbst. Wer die Epochenübersicht seiner Schule neben die drei Andockstellen legt, findet meist schnell die ein oder zwei Stellen, an denen ein englischsprachiges Beispiel ohne zusätzlichen Zeitaufwand möglich ist. Für die Grundstruktur der Sek-I-Planung hilft auch die Planungsseite zu Kernlehrplan, Klausur und bilingualem Unterricht.
Großbritannien: vom Eroberer zur Verfassungsfrage
Die britische Geschichte eignet sich in der Sek I besonders für die Frage, wie Macht begrenzt wird. Der Einstieg über die normannische Eroberung von 1066 ist beliebt, weil er mit einem Datum, einer Schlacht (Hastings) und einer klaren Folge arbeitet: Eine neue Herrschaftsschicht ersetzt die alte, und die Sprache des Hofes ändert sich. Schülerinnen und Schüler können daran erkennen, warum Englisch heute so viele französische Wörter enthält. Das ist ein Berührungspunkt mit dem Englischunterricht, der sich ohne großen Aufwand nutzen lässt.
Die Magna Carta von 1215 wird oft zu groß gemacht. Sie war zunächst ein Vertrag zwischen König Johann und den Baronen, kein Freiheitsdokument für alle. Genau das macht sie als Urteilsaufgabe brauchbar: Was bedeutete der Text damals, was wurde später in ihn hineingelesen? Ähnlich liegt es bei der Glorious Revolution von 1688/89, nach der das Parlament die Krone an Bedingungen knüpfte. Die Bill of Rights von 1689 lässt sich neben spätere Verfassungstexte legen, ohne dass man eine gerade Linie behaupten muss.
Das Material zum Vereinigten Königreich führt laut Produktbeschreibung von der normannischen Eroberung über die Glorious Revolution und die industrielle Revolution bis zum Brexit. Planungsrelevant ist die Spannweite: Eine so lange Linie lässt sich in der Sek I nicht vollständig behandeln, sie muss ausgewählt werden. Entscheiden Sie vorab, welche zwei oder drei Stationen Ihre Klasse tragen. Die industrielle Revolution wird an vielen Schulen ohnehin separat behandelt; die Seite zur Industrialisierung zeigt, wie sich das einordnen lässt.
Kanada: Pelzhandel, Seuchen und die Frage der Perspektive
Kanada kommt im deutschen Geschichtsunterricht kaum vor, bietet aber einen der klarsten Fälle für das Zusammenwirken von Wirtschaft, Krankheit und Kolonialpolitik. Die Hudson’s Bay Company wurde 1670 gegründet und prägte über Jahrhunderte den Handel mit Pelzen im Norden und Westen des Kontinents. Für die indigenen Gemeinschaften war dieser Handel zugleich eine Chance und eine Abhängigkeit. Mit den Handelswegen kamen Krankheiten, gegen die es keine Immunität gab. Pockenepidemien trafen ganze Gemeinschaften und veränderten Machtverhältnisse, noch bevor europäische Siedler in großer Zahl eintrafen.
Der didaktische Wert liegt in der Verknüpfung dreier Ursachen, die Schülerinnen und Schüler sonst getrennt lernen: Handelsmonopol, Epidemie und Politik. Wer das Gruppenpuzzle nutzt, das das Material laut Beschreibung vorsieht, lässt jede Gruppe einen Faktor erarbeiten und anschließend gemeinsam klären, wie die Faktoren zusammenwirkten. Das trainiert historische Kausalität an einem Beispiel, das keine Schülerin und kein Schüler aus der Grundschule kennt. Die Lernausgangslage ist damit für alle ähnlich.
Achten Sie bei der Quellenauswahl darauf, wer spricht. Handelsbücher, Reiseberichte und Karten stammen überwiegend von Europäern. Indigene Stimmen sind seltener und oft nur vermittelt überliefert. Das lässt sich offen thematisieren, statt es zu verdecken. Ergänzend finden Sie Hinweise zur Einordnung im Blogartikel Der Westen Kanadas in Geschichte und Politischer Bildung.
USA: Kolonien, Unabhängigkeit und Verfassung
Der klassische Zugang zur US-Geschichte führt von den Kolonien zur Unabhängigkeit. Die Erklärung vom 4. Juli 1776 ist dabei weniger ein Anfangspunkt als eine Zuspitzung: Vorausgegangen waren Streit um Steuern, die Boston Tea Party von 1773 und Jahre der Verhandlung mit dem Mutterland. Dass die Verfassung erst 1787 in Philadelphia ausgearbeitet wurde, verlangt eine Unterscheidung, die Schülerinnen und Schüler oft nicht treffen: Unabhängigkeit und politische Ordnung sind zwei verschiedene Leistungen.
Gerade hier lohnt der Vergleich mit England. Beide Länder verhandelten, wie Herrschaft begrenzt werden kann. England tat es durch das Parlament neben der Krone, die USA durch eine geschriebene Verfassung mit Gewaltenteilung. Eine Tabelle mit drei Spalten (Frage, englische Antwort, amerikanische Antwort) reicht für eine Doppelstunde und erzeugt echte Vergleichsarbeit statt Faktensammlung.
Beachten Sie, dass die Produktbeschreibung der Reihe „Die Geschichte der USA“ als Schwerpunkt die Rolle der USA im Zweiten Weltkrieg nennt. Wer vor allem die Kolonialzeit und die Verfassung behandeln will, sollte die Beschreibung der Reihe vor dem Einsatz genau lesen. Für Bürgerrechtsbewegung und indigene Geschichte der USA besteht eine eigene Themenseite zur USA-Geschichte, die hier nicht wiederholt wird.
Zusammenarbeit mit der Englisch-Fachschaft
Die englischsprachigen Länder sind in der Sek I auch ein Gegenstand des Englischunterrichts, dort meist unter dem Stichwort Landeskunde. Statt dass beide Fächer unabhängig voneinander dieselben Stationen abarbeiten, lohnt eine kurze Absprache in der Fachschaft: Welche Länder kommen wann dran, welche Texte sind schon bekannt, welche Begriffe sind bereits eingeführt? Bei geschickter Abstimmung wird aus zwei Schlaufen eine.
Bilinguale Ansätze (CLIL) sind eine Möglichkeit, aber keine Pflicht. Schon ein einzelner englischer Quellentext, etwa ein Auszug aus der Declaration of Independence mit Worterklärungen, verbindet die Fächer, ohne dass die Klasse bilingual unterrichtet wird. Wichtig ist, dass die fachliche Frage im Geschichtsunterricht bleibt: Es geht um die Deutung der Quelle, nicht um die Übersetzung. Einen Blick in die Praxis der Englisch-Seite bietet der Blogartikel Geschichte, Kultur und Social Movements der USA im Englischunterricht verbinden.
Praktisch bewährt sich ein gemeinsames Glossar mit zehn bis fünfzehn Begriffen, das in beiden Fächern ausliegt. Ein Beispiel wäre die Gruppe Colony, Charter, Treaty, Parliament, Constitution, Amendment. Wer dieses Glossar früh zur Verfügung stellt, verkürzt die Erarbeitungsphasen in beiden Fächern. Weitere Hinweise zur Landeskunde finden Sie auf der Seite zur USA-Landeskunde im Englischunterricht.
Material für Großbritannien, Kanada und USA
Vier Materialien aus dem stifo-Sortiment passen zu den oben beschriebenen Andockstellen. Die Angaben zu den Inhalten folgen den jeweiligen Produktbeschreibungen.
Vereinigtes KönigreichSek I · Von 1066 bis Brexit
Großbritannien
Passt, wenn Sie die britische Linie exemplarisch behandeln wollen. Laut Beschreibung reicht die Reihe von der normannischen Eroberung über die Glorious Revolution und die industrielle Revolution bis zum Brexit und ist nach Exemplarität, Kontroversität und Problemorientierung gegliedert.
Der Westen KanadasKlasse 5–9 · Handel und Seuchen
Kanada
Geeignet für eine Reihe zur Wechselwirkung von Epidemien, Handelsmonopolen und Kolonialpolitik. Das Material enthält laut Beschreibung Gruppenpuzzle, Quellenarbeit, Diskussionsaufgaben, alternative Geschichtsszenarien sowie Single-Choice-Test und Glossar.
Geschichte der USASek I · Rolle der USA im Zweiten Weltkrieg
USA
Laut Beschreibung widmet sich die Reihe der Rolle der USA im Zweiten Weltkrieg. Sie umfasst Texte, Arbeitsblätter, visuelle Materialien und Aufgaben und ist für den direkten Unterrichtseinsatz wie für das Stationenlernen gedacht.
Fünf US-PräsidentenKlasse 8–10 · Personen im Vergleich
USA
Für den personalisierten Zugang: Washington, Kennedy, Reagan, Obama und Trump mit Kurzbiografien, Zeitleisten, Steckbriefseiten, Vergleichstabellen und Arbeitsblättern. Laut Beschreibung gibt es außerdem editierbare Versionen und Lösungshinweise.
Präsidenten als Zugang: Personalisierung kritisch nutzen
Biografien erleichtern den Einstieg, weil Schülerinnen und Schüler Geschichte an Personen festmachen. Das ist zugleich das Risiko: Wer fünf Präsidenten nacheinander behandelt, erzeugt leicht den Eindruck, Geschichte werde von Einzelnen gemacht. Die Kunst liegt darin, die Personalisierung selbst zum Thema zu machen. Fragen Sie nach jedem Porträt, welche Entscheidungen auf den Präsidenten zurückgehen und welche auf Kongress, Gerichte, Wirtschaft oder öffentliche Meinung.
Eine Urteilsübung bietet sich an: Die Klasse erstellt gemeinsam Kriterien, nach denen man die Amtszeit eines Präsidenten bewerten könnte, und wendet sie auf zwei Fälle an. Dabei zeigt sich meist rasch, dass Rankings von den gewählten Kriterien abhängen. Das Ergebnis ist weniger ein Urteil über die Person als ein Verständnis dafür, wie historische Urteile zustande kommen. Das Material enthält laut Beschreibung Aufgaben zur Einordnung und Bewertung, die sich dafür nutzen lassen. Mehr zum Umgang mit heterogenen Gruppen steht im Blogartikel Fünf bedeutende US-Präsidenten vorbereiten.
Behandeln Sie die jüngeren Amtszeiten mit besonderer Sorgfalt. Obama und Trump sind Gegenwart; Schülerinnen und Schüler bringen Meinungen aus Elternhaus und Medien mit. Vereinbaren Sie vorab Regeln: Aussagen werden belegt, Personen nicht herabgesetzt, und Urteile benennen ihre Kriterien. Das schützt die Klasse und bleibt dennoch fachlich anspruchsvoll.
Typische Fehlvorstellungen und Vergleichsaufgaben
Einige Missverständnisse tauchen in der Praxis immer wieder auf. Sie lassen sich gezielt im Unterricht ansprechen und sind eine gute Gelegenheit für kurze Klärungsphasen.
In der folgenden Übersicht stehen häufige Annahmen, die Korrektur und eine passende Aufgabe.
| Verbreitete Annahme |
Fachliche Klärung |
Aufgabe |
| Die Magna Carta gab allen Engländern Freiheit. |
Sie regelte zunächst das Verhältnis von König und Baronen. |
Wer wird im Text genannt, wer nicht? |
| Die USA entstanden mit der Erklärung von 1776. |
Die politische Ordnung folgte erst mit der Verfassung von 1787. |
Zeitleiste mit zwei Etappen erstellen. |
| Die indigene Bevölkerung war an den Ereignissen unbeteiligt. |
Sie handelte, verhandelte und wurde von Epidemien und Handel stark getroffen. |
Perspektivwechsel: Handelsposten aus indigener Sicht beschreiben. |
| Kanada und die USA sind im Grunde dasselbe. |
Beide Länder entwickelten sich politisch unterschiedlich. |
Vergleich in drei Merkmalen. |
| Ein großer Mann erklärt die ganze Epoche. |
Entscheidungen entstehen in Institutionen und unter Druck. |
Wer außer dem Präsidenten hat mitentschieden? |
Für den Perspektivwechsel gegenüber der indigenen Bevölkerung der USA bietet der Blogartikel Indigene Völker der USA im Unterricht Hinweise zu Stereotypen und Quellenkritik. Sie ersparen sich damit die Entwicklung eigener Kriterien, die Sie sonst von Grund auf erarbeiten müssten.
Ein Stundenraster für sechs bis acht Stunden
Das folgende Raster ist ein Vorschlag, kein Muster, und gilt für eine Klasse mit 45-Minuten-Stunden. Passen Sie Umfang und Reihenfolge an Ihre Vorgaben an. Die Zeitangaben sind Richtwerte aus der Planungspraxis, keine Vorgaben des Materials.
| Stunde |
Schwerpunkt |
Methode |
| 1 |
Anschlussstelle klären: Warum englischsprachige Länder? |
Karte, Leitfrage, Vorwissen sammeln |
| 2 |
Großbritannien: Eroberung 1066 und Folgen |
Textarbeit, Sprachvergleich mit Englisch |
| 3 |
Großbritannien: Macht begrenzen (Magna Carta, Bill of Rights) |
Quellenvergleich |
| 4 |
Kanada: Handel, Seuchen, Monopol |
Gruppenpuzzle |
| 5 |
Kanada: Perspektivwechsel |
Quellenkritik, Diskussion |
| 6 |
USA: Unabhängigkeit und Verfassung |
Vergleichstabelle mit England |
| 7 |
USA: Präsidenten und Personalisierung |
Urteilsübung mit Kriterien |
| 8 |
Sicherung und Transfer |
Vergleichsaufgabe, kurzer Test |
Wenn nur sechs Stunden zur Verfügung stehen, entfallen die Stunden 5 und 8 als eigene Einheiten; ihre Inhalte lassen sich in 4 und 7 integrieren. Wer ohnehin nur ein Land behandeln möchte, nimmt Großbritannien oder Kanada mit je drei Stunden und belässt die USA bei einem Ausblick.
Leistungsüberprüfung und Differenzierung
Eine Reihe über mehrere Länder birgt die Gefahr, dass Wissensabfragen überwiegen. Fachlich ergiebiger sind Aufgaben, die dieselbe Leitfrage auf zwei Länder anwenden. Eine Möglichkeit ist ein Vergleich in Tabellenform mit anschließendem Urteil in drei bis fünf Sätzen. Die Bewertung orientiert sich dann an der Genauigkeit der Belege und an der Begründung, nicht an der Zahl der genannten Daten.
Zur Differenzierung eignen sich Textversionen auf zwei Sprachniveaus, ein vorbereitetes Glossar und ein Wahlpflichtangebot bei der Produktion: Wer schreibt lieber ein Streitgespräch, wer erstellt eine Zeitleiste, wer gestaltet ein Plakat? Das Präsidentenmaterial enthält laut Beschreibung editierbare Versionen, mit denen sich Aufgaben anpassen lassen. Für die Sek II schließt der Ansatz gut an das Thema Quellenanalyse an, siehe die Seite zum Methodenwissen zu Operatoren und Quellenanalyse.
Was diese Seite bereitstellt
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LehrplanbezugOrientierung an Leitbegriffen statt an einem einzelnen Landeslehrplan
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Drei LänderGroßbritannien, Kanada und USA in einem Planungsrahmen
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StundenrasterVorschlag für sechs bis acht Stunden mit Methoden
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FehlvorstellungenTabelle typischer Annahmen mit Klärung und Aufgabe
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FächerverbindungHinweise zur Absprache mit der Englisch-Fachschaft
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ProduktbezugMaterialbeschreibungen ohne Zusätze
Weiterlesen
Wer tiefer einsteigen möchte, findet hier passende Blogartikel und Themenseiten.
Häufige Fragen
Für welche Klassenstufen eignet sich das Thema?
Die Produktbeschreibungen nennen für Kanada die Klassen 5 bis 9 und für die Präsidenten die Klassen 8 bis 10. Die Reihe zum Vereinigten Königreich und die USA-Reihe sind für die Sekundarstufe I beschrieben, ohne feste Klassenstufe. Welche Stufe an Ihrer Schule sinnvoll ist, hängt von den Vorgaben Ihres Bundeslandes und von der Schulform ab. Prüfen Sie, wo Revolutionen, Imperialismus und Weltmächte bei Ihnen verankert sind, und wählen Sie die Anschlussstelle danach.
Passt das Material zum Lehrplan meines Bundeslandes?
Das Material ist passend zum Lehrstoff aufgebaut – und falls etwas doch nicht zu euren Vorgaben passt, greift die stifo-Garantie: Wir passen es individuell für euch an. Bitte beachten Sie, dass das Material nicht ministeriell geprüft ist. Ob es zu Ihrem Lehrplan passt, entscheiden letztlich Sie als Fachlehrkraft anhand der Vorgaben Ihres Bundeslandes. Die Bedingungen finden Sie auf der Seite zur stifo-Garantie.
Wie viele Stunden sollte ich für die drei Länder einplanen?
Als Richtwert genügen sechs bis acht Stunden, wenn jedes Land exemplarisch und über eine gemeinsame Leitfrage behandelt wird. Das Raster auf dieser Seite ist ein Vorschlag aus der Planungspraxis, nicht eine Vorgabe der Materialien. Wer nur ein Land behandelt, kommt mit drei bis vier Stunden aus. Bei knapper Zeit können Sie Großbritannien oder Kanada zum Schwerpunkt machen und die USA in einer Doppelstunde als Vergleichsfall nutzen.
Wie gehe ich mit der Perspektive der indigenen Bevölkerung um?
Machen Sie die Perspektive zum ausdrücklichen Arbeitsgegenstand. Fragen Sie bei jeder Quelle, wer spricht und wer fehlt. Beim Westen Kanadas bietet sich ein Perspektivwechsel an: Wie sah der Handelsposten aus Sicht einer indigenen Gemeinschaft aus? Das Kanada-Material nennt laut Beschreibung Quellenanalyse und Perspektivwechsel als Schwerpunkt. Vermeiden Sie Sammelbegriffe, wo konkrete Gruppen benannt werden können, und weisen Sie auf Lücken in der Überlieferung hin.
Wie lässt sich das mit dem Englischunterricht verbinden?
Sprechen Sie in der Fachschaft ab, welche Länder und Begriffe wann behandelt werden. Ein gemeinsames Glossar mit zehn bis fünfzehn Begriffen spart in beiden Fächern Zeit. Ein kurzer englischer Quellenauszug verbindet die Fächer, ohne dass Sie bilingual unterrichten müssen. Das Präsidentenmaterial ist laut Beschreibung auch fächerübergreifend mit Politik oder Englisch kombinierbar. Die fachliche Deutung der Quelle bleibt Aufgabe des Geschichtsunterrichts.
Ist es sinnvoll, Geschichte über Präsidenten zu erzählen?
Als Einstieg ja, als alleiniger Zugang nein. Personen machen Entscheidungen greifbar, verdecken aber Institutionen, Gruppen und Strukturen. Nutzen Sie die Biografien daher als Ausgangspunkt für Fragen: Wer entschied mit, wer widersprach, welche Rahmenbedingungen galten? Eine Urteilsübung mit selbst entwickelten Kriterien zeigt, dass Rankings von Maßstäben abhängen. Bei Amtszeiten, die noch Gegenwart sind, helfen vorab vereinbarte Diskussionsregeln.