Kernlehrplan Englisch GoSt Nordrhein-Westfalen – GK & LK
Kompetenzbereiche und obligatorische Inhalte für Grund- und Leistungskurs.
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Englisch · Lehrplan gymnasiale Oberstufe · Sek II
Sechs Lehrplanaufbereitungen für den Englischunterricht der gymnasialen Oberstufe – für Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Berlin. Jede Ausgabe ordnet die Kompetenzbereiche und Themenfelder des jeweiligen Landes und weist aus, was im grundlegenden und im erhöhten Anforderungsniveau verlangt wird.
Kurz gesagt: Für jedes der hier abgedeckten Bundesländer liegt eine Aufbereitung des geltenden Lehrplans für den Englischunterricht der gymnasialen Oberstufe vor – mit Kompetenzbereichen, obligatorischen Themenfeldern und der Unterscheidung zwischen grundlegendem und erhöhtem Anforderungsniveau. Damit lässt sich die eigene Unterrichtsplanung von der Einführungsphase bis zum Abitur direkt an der Vorgabe des Landes ausrichten.
Die Lehrpläne für die Oberstufe sind kompetenzorientiert aufgebaut und benennen deshalb nicht in erster Linie Stoff, sondern das, was Lernende am Ende können sollen. Für die Fremdsprache heißt das: funktionale kommunikative Kompetenz mit Hör-, Lese-, Schreib- und Sprechfertigkeiten sowie Sprachmittlung, dazu interkulturelle kommunikative Kompetenz, Text- und Medienkompetenz und Sprachbewusstheit. Wer eine Reihe plant, muss diese Bereiche aufeinander beziehen – ein Themenfeld allein trägt keine Unterrichtseinheit, solange nicht feststeht, welche Kompetenz daran aufgebaut wird.
Hinzu kommt, dass die Länder denselben Rahmen unterschiedlich ausfüllen. Die KMK-Bildungsstandards für die fortgeführte Fremdsprache in der Allgemeinen Hochschulreife geben die gemeinsame Grundlage vor; die konkreten Themenfelder, ihre Bezeichnungen und ihre Verbindlichkeit legt jedoch jedes Land selbst fest. Auch die Kursarten heißen nicht überall gleich: In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Berlin wird zwischen Grund- und Leistungskurs unterschieden, in Bayern zwischen grundlegendem und erhöhtem Anforderungsniveau, in Baden-Württemberg zwischen Basis- und Leistungsfach. Eine Planung, die aus einem anderen Bundesland übernommen wird, passt deshalb selten ohne Prüfung.
Zu jedem Bundesland finden Sie eine Aufbereitung des geltenden Lehrplans mit den Kompetenzbereichen, den Themenfeldern und Hinweisen zur Umsetzung im Kurs.
Kompetenzbereiche und obligatorische Inhalte für Grund- und Leistungskurs.
Aufbereitung des niedersächsischen Kerncurriculums für die Oberstufe.
Die bayerischen Vorgaben mit beiden Anforderungsniveaus im Überblick.
Aufbereitung des Bildungsplans für Basis- und Leistungsfach.
Kompetenzbereiche und Themenfelder der hessischen Oberstufe.
Aufbereitung des Berliner Rahmenlehrplans für beide Kursarten.
Sinnvoll ist es, nicht mit dem Thema, sondern mit dem Kompetenzbereich zu beginnen. Legen Sie zunächst fest, welche der geforderten Teilkompetenzen im jeweiligen Halbjahr im Vordergrund stehen soll – etwa Leseverstehen und Schreiben in der Einführungsphase, Sprachmittlung und monologisches Sprechen im Folgehalbjahr. Erst danach wird das Themenfeld zugeordnet, das dafür die passenden Texte liefert. Diese Reihenfolge verhindert, dass am Ende drei Halbjahre lang dasselbe Aufgabenformat trainiert wird, während andere Kompetenzbereiche unbearbeitet bleiben.
Im zweiten Schritt wird die Leistungsbewertung eingeplant. Die Klausurformate der Oberstufe sind in den Vorgaben beschrieben; typisch ist die Kombination aus Schreiben mit einem weiteren Kompetenzbereich – Leseverstehen, Hörverstehen oder Sprachmittlung –, ergänzt um eine mündliche Prüfung anstelle einer Klausur in einem der Halbjahre. Wenn Sie diese Formate zu Beginn auf die Halbjahre verteilen, ergibt sich die Reihenfolge der Unterrichtsvorhaben fast von selbst. Der dritte Schritt betrifft die Differenzierung zwischen den Kursarten: Der Unterschied liegt weniger im Thema als in Textumfang, Abstraktionsgrad und Eigenständigkeit der geforderten Leistung.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| EF | Einführungsphase | Kompetenzbereiche wiederholen und festigen, Themenfelder anbahnen, Klausurformate einführen |
| Q1 | Qualifikationsphase 1 | Obligatorische Themenfelder erarbeiten, Sprachmittlung und Textanalyse ausbauen |
| Q2 | Qualifikationsphase 2 | Abiturschwerpunkte vertiefen, Klausurformate unter Prüfungsbedingungen üben |
| GK / LK | Anforderungsniveau | Unterschiede in Textumfang, Abstraktionsgrad und Eigenständigkeit der Leistung |
Der Unterschied zwischen den Kursarten wird in der Praxis häufig auf die Stundenzahl reduziert, tatsächlich betrifft er vor allem die Anforderungen an das Ergebnis. Im erhöhten Anforderungsniveau werden längere und sprachlich anspruchsvollere Texte gelesen, es werden mehr Quellen zueinander in Beziehung gesetzt, und die Lernenden müssen den Analysezugang selbst wählen, statt ihn vorgegeben zu bekommen. Im grundlegenden Niveau ist derselbe Gegenstand zulässig, aber der Zugriff ist stärker vorstrukturiert und der geforderte Umfang geringer.
Für die Unterrichtspraxis heißt das, dass sich beide Kursarten mit demselben Material führen lassen, sofern Aufgabenstellung und Textumfang angepasst werden. Bewährt hat sich, für den Grundkurs Analyseraster und Redemittel bereitzustellen und im Leistungskurs auf beides zu verzichten, sowie im Leistungskurs regelmäßig einen zweiten Text zum Vergleich einzubeziehen. Da die Materialien bearbeitbar sind, lassen sich beide Fassungen aus derselben Datei erstellen, ohne dass zwei Vorbereitungen nötig sind.
Verbindlich sind in allen Ländern die Kompetenzbereiche und die Anzahl der zu behandelnden Themenfelder; teilweise sind einzelne Themenfelder oder Textsorten ausdrücklich vorgeschrieben. Regelmäßig verlangt wird außerdem, dass mindestens ein längerer literarischer Text vollständig gelesen wird und dass Sprachmittlung als eigener Kompetenzbereich unterrichtet und geprüft wird. Nicht verbindlich ist dagegen in der Regel die Reihenfolge der Unterrichtsvorhaben – hier haben Fachkonferenzen und Lehrkräfte Spielraum.
Für das Abitur kommen in mehreren Ländern jahrgangsbezogene Vorgaben hinzu, die einzelne Schwerpunkte oder Werke festlegen und in kürzeren Abständen aktualisiert werden. Diese Vorgaben stehen neben dem Lehrplan und ersetzen ihn nicht. Prüfen Sie deshalb vor der Jahresplanung beides: den geltenden Lehrplan für den Rahmen und die aktuellen Abiturvorgaben Ihres Landes für den Schwerpunkt des jeweiligen Prüfungsjahrgangs.
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Classical & Multimodal Literary FormatsAufbereitet sind derzeit die Vorgaben für Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Berlin. Die Bezeichnungen unterscheiden sich je nach Land: Kernlehrplan, Kerncurriculum, LehrplanPLUS, Bildungsplan oder Rahmenlehrplan meinen dabei jeweils die verbindliche Vorgabe für die gymnasiale Oberstufe.
Der Unterschied liegt vor allem in Textumfang, Abstraktionsgrad und Eigenständigkeit: Im erhöhten Anforderungsniveau werden längere und anspruchsvollere Texte gelesen, mehrere Quellen aufeinander bezogen und der Analysezugang selbst gewählt. Im grundlegenden Niveau ist der Zugriff stärker vorstrukturiert. In Bayern und Baden-Württemberg heißen die Kursarten anders – dort wird von grundlegendem und erhöhtem Anforderungsniveau beziehungsweise von Basis- und Leistungsfach gesprochen.
Die Aufbereitungen bilden den geltenden Lehrplan ab, der den Rahmen für alle Jahrgänge setzt. Jahrgangsbezogene Abiturvorgaben, die einzelne Schwerpunkte oder Werke festlegen, stehen daneben und werden häufiger aktualisiert. Prüfen Sie diese Vorgaben für Ihren Prüfungsjahrgang ergänzend auf den Seiten Ihres Landes.
Die Aufbereitungen beziehen sich auf die zum Erstellungszeitpunkt geltenden Fassungen. Da Lehrpläne in unregelmäßigen Abständen überarbeitet werden, empfiehlt sich vor der Jahresplanung ein Abgleich mit der amtlichen Fassung Ihres Landes. Die Dateien sind bearbeitbar, sodass Sie Änderungen ohne Layoutarbeit einarbeiten können.
Die Lehrplanaufbereitungen ordnen und erschließen die Vorgaben; ausgearbeitete Reihen zu den einzelnen Themenfeldern finden Sie in der Sammlung für Englisch in der Sekundarstufe II sowie in den Sparpaketen. Beides lässt sich verbinden: Die Aufbereitung liefert die Struktur der Jahresplanung, die Reihen füllen die einzelnen Unterrichtsvorhaben.
Vor allem für Lehrkräfte, die neu in einem Bundesland unterrichten, eine Fachkonferenz vorbereiten oder ein schulinternes Curriculum erstellen beziehungsweise überarbeiten. Ebenso hilfreich ist es für Referendarinnen und Referendare, die für den Unterrichtsentwurf den Bezug zur Vorgabe belegen müssen.