Grammatik endlich verstehen – klar, strukturiert und Schritt für Schritt aufgebaut
Kleinschrittige Progression, die sich für A2- und B1-Gruppen als Grundlage nutzen lässt.
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Deutsch als Fremdsprache · DSD I & DSD II · Klasse 5–12
Material für den Deutschunterricht an DSD-Schulen und Deutschen Auslandsschulen: Grammatik, Lesestrategien, Textsorten und Argumentation als Bausteine, mit denen sich der Weg von A2 über B1 bis B2/C1 planbar aufbauen lässt.
Kurz gesagt: Das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz wird von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen entwickelt und administriert; jährlich legen rund 75.000 Lernende eine DSD-Prüfung ab. DSD I zielt auf das Niveau B1 und wird als A2/B1-Prüfung angelegt, DSD II auf B2/C1. Für den Unterricht heißt das: Der Aufbau läuft über Wortschatz, Strukturen und Textsorten – nicht über isoliertes Prüfungstraining kurz vor dem Termin.
Rund 1.100 DSD-Schulen weltweit sind einheimische Schulen mit verstärktem Deutschunterricht; der übrige Unterricht findet überwiegend in der Landessprache statt. Betreut werden sie fachlich von Fachberaterinnen und Fachberatern beziehungsweise Koordinatoren der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen. Auch an Deutschen Auslandsschulen legen viele Lernende das Deutsche Sprachdiplom ab, weil dort mehrheitlich eine nichtdeutsche Schülerschaft lernt.
Deutsches Unterrichtsmaterial ist für Kinder und Jugendliche geschrieben, die Deutsch als Erstsprache mitbringen. Es setzt Wortschatz, Kollokationen und kulturelles Vorwissen voraus, statt sie aufzubauen. Genau hier liegt der Anpassungsaufwand – und zugleich der Vorteil: Materialien zu Grammatik, Textsorten und Lesestrategien sind fachlich präzise und lassen sich für DaF-Gruppen entlasten, ohne dass die Progression neu erfunden werden muss.
Die folgenden Reihen decken die Bereiche ab, die in der Vorbereitung am meisten tragen: Strukturwissen, Leseverstehen, Argumentation, Sachtextarbeit und das Zusammenfassen.
Kleinschrittige Progression, die sich für A2- und B1-Gruppen als Grundlage nutzen lässt.
Lesestrategien, die beim Umgang mit unbekanntem Wortschatz entlasten – zentral für DSD I.
Argumentationsmuster mit Redemitteln – die Textsorte, die im DSD II den Ausschlag gibt.
Bildungssprachliche Textsorten als Brücke zwischen Deutschunterricht und Sachfach.
Wesentliches erkennen und in eigenen Worten wiedergeben – eine Kernkompetenz auf B1 und darüber.
Tragfähig ist eine Dreiteilung über mehrere Schuljahre. Zuerst das Strukturwissen: Zeitformen, Satzarten, Nebensätze, Präpositionen und Konnektoren. Diese Bereiche entscheiden darüber, ob Lernende später zusammenhängende Texte produzieren können, und sie lassen sich in kurzen, wiederkehrenden Einheiten sichern. Danach folgt die Textarbeit: Lesestrategien für unbekannten Wortschatz, das Erkennen von Textsorten und das Zusammenfassen.
Die dritte Phase ist die eigentliche Prüfungsvorbereitung, sinnvoll etwa ein halbes Schuljahr vorher. Hier werden die vier Fertigkeitsbereiche Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen bewusst getrennt trainiert und anschließend in vollständigen Durchgängen zusammengeführt. Für DSD II kommt die Präsentation mit anschließendem Gespräch hinzu; sie profitiert davon, wenn Lernende schon vorher regelmäßig kurze Fachvorträge halten.
| Klassenstufe | Sprachniveau (GER/DSD) | Schwerpunkt im Material |
|---|---|---|
| Klasse 5–7 | A1–A2 | Zeitformen, Satzarten, Rechtschreibung, Grundwortschatz |
| Klasse 8–10 | A2–B1, Zielniveau DSD I | Nebensätze, Konnektoren, Lesestrategien, Briefe und E-Mails |
| Klasse 10–12 | B2–C1, Zielniveau DSD II | Sachtexte, Zusammenfassung, Argumentation, Präsentation |
Erstens der Wortschatz. Deutsche Arbeitsblätter setzen Alltagswortschatz als bekannt voraus – „Vereinsheim“, „Pausenhof“, „Schulranzen“. Legen Sie vor jeder Reihe eine Vorentlastung an: zehn bis fünfzehn Wörter mit Übersetzung in die Landessprache, Beispielsatz und Wortart. Zweitens die Aufgabensprache: Arbeitsaufträge in deutschem Material sind oft komplexer formuliert als der zu bearbeitende Text. Formulieren Sie sie in einfachen Hauptsätzen mit einem einzigen Operator und stellen Sie das Verb an den Anfang.
Drittens die Orthografie. Für DaF-Lernende sind Groß- und Kleinschreibung sowie die Regel zu „ss“ und „ß“ nach kurzem beziehungsweise langem Vokal echte Fehlerquellen, die deutsches Material stillschweigend voraussetzt. Nehmen Sie beide Punkte als eigenen kurzen Baustein in die Reihe auf, statt sie nur zu korrigieren. Viertens die Interferenzen: Planen Sie pro Lerngruppe eine Fehlerliste, die typische Übertragungen aus der Ausgangssprache sammelt – Artikelgebrauch, Wortstellung im Nebensatz oder Perfektbildung sehen je nach Erstsprache völlig unterschiedlich aus.
Fünftens die Bewertung. Deutsches Material bewertet in Noten von 1 bis 6, während in der DSD-Logik Niveaustufen des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens beschrieben werden. Formulieren Sie Erwartungshorizonte deshalb als Kann-Beschreibungen – „kann eine Meinung mit zwei Argumenten begründen“ – und ordnen Sie die Note erst danach zu. Sechstens der Umfang: Kürzen Sie Lesetexte auf 250 bis 400 Wörter, gliedern Sie sie mit Zwischenüberschriften und stellen Sie zwei bis drei Leitfragen voran. Siebtens die Beispiele: Ersetzen Sie deutschlandbezogene Inhalte teilweise durch Themen aus dem Sitzland, damit Lernende über Bekanntes sprechen und die Sprache im Vordergrund steht.
DSD I hat das Zielniveau B1 und wird als A2/B1-Prüfung angelegt; es berechtigt zum Besuch eines Studienkollegs und wird seit 2012 auch im Inland eingesetzt. DSD I PRO ist die berufsorientierte Variante auf A2/B1 für Lernende ab 16 Jahren beziehungsweise an berufsbildenden Schulen. DSD II liegt auf B2/C1 und erfüllt die sprachlichen Voraussetzungen für die Hochschulzulassung in Deutschland.
Der Gemeinsame europäische Referenzrahmen ist dabei die Bezugsgröße der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen für zielsprachliche Curricula und Kompetenzstufen. Die DSD-Schulen sind Teil des PASCH-Netzes „Schulen: Partner der Zukunft“, das 2008 initiiert wurde und heute rund 2.000 Schulen in über 120 Ländern umfasst. Für die Materialauswahl bedeutet das vor allem eines: Niveaustufen konsequent mitdenken und Aufgaben so anlegen, dass sie eine Stufe über dem aktuellen Stand fordern, ohne zu überfordern.
Konjunktionen und Konnektoren
Präpositionen und ihre Fälle
Nebensatzarten erkennen und nutzen
Zeitformen des Verbs
Briefe und E-Mails schreiben
Rechtschreibung Klasse 5 komplettDSD I hat das Zielniveau B1 und wird als A2/B1-Prüfung angelegt; es berechtigt zum Besuch eines Studienkollegs. DSD II liegt auf B2/C1 und erfüllt die sprachlichen Voraussetzungen für die Hochschulzulassung in Deutschland. Daneben gibt es DSD I PRO als berufsorientierte Variante auf A2/B1 für Lernende ab 16 Jahren.
Ja, aber nicht unverändert. Fachlich sind die Reihen präzise, sie setzen jedoch Wortschatz und kulturelles Vorwissen voraus. Mit einer Wortschatz-Vorentlastung, vereinfachten Arbeitsaufträgen und gekürzten Lesetexten lassen sich die meisten Einheiten ab B1 gut nutzen; für A2-Gruppen empfiehlt sich der Einsatz einzelner Bausteine statt ganzer Reihen.
Halten Sie den Text gleich und differenzieren Sie die Aufgabe: eine Stufe ordnet vorgegebene Aussagen zu, eine zweite formuliert in eigenen Worten, eine dritte bewertet und begründet. So arbeiten alle am selben Gegenstand, und Sie können Ergebnisse gemeinsam sichern, ohne Gruppen sichtbar zu trennen.
Sinnvoll ist ein langer Vorlauf über Strukturen und Textsorten und eine gezielte Vorbereitungsphase von etwa einem halben Schuljahr. In dieser Phase werden Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen zunächst getrennt trainiert und danach in vollständigen Durchgängen zusammengeführt.
Ja. Auf der Nordhalbkugel beginnt das Schuljahr in der Regel im August oder September, auf der Südhalbkugel zwischen dem 1. Januar und dem 1. März. Da die Materialien bearbeitbar sind und sofort heruntergeladen werden können, lassen sich Jahresplanung und Vorbereitungsphasen ohne Umwege verschieben.
Die Bausteine zu Sachtexten, Zusammenfassung und Argumentation sind genau die Brücke zum deutschsprachigen Fachunterricht. Sie bauen die bildungssprachlichen Mittel auf, die Lernende später brauchen, um Fachinhalte auf Deutsch zu erklären, Fachgespräche zu führen und Präsentationen zu halten.