Arbeitsmarkt- und Tarifpolitik in Deutschland und Europa
Tarifautonomie, Tarifrunden und Arbeitskampf verständlich aufbereitet.
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Wirtschaft · Arbeitsmarkt & Tarifpolitik · Sek II (EF–Q2)
Unterrichtsmaterial zum Arbeitsmarkt für die Oberstufe – von der Tarifautonomie über die Wirkung der Geldpolitik bis zum sektoralen Strukturwandel. Die Reihen verbinden ökonomische Theorie mit aktuellen Entwicklungen in Deutschland und Europa.
Kurz gesagt: Der Arbeitsmarkt wird verständlich, wenn Tarifautonomie und Lohnbildung, die Ursachen von Arbeitslosigkeit und der sektorale Strukturwandel gemeinsam betrachtet werden. Diese Seite bündelt Unterrichtsreihen zur Tarifpolitik in Deutschland und Europa, zur Geldpolitik sowie zur Tertiärisierung der Wirtschaft für die gesamte Oberstufe.
Der Arbeitsmarkt lässt sich nicht allein über Angebot und Nachfrage erklären, denn Löhne werden in Deutschland überwiegend zwischen Tarifpartnern ausgehandelt. Wer die Tarifautonomie als Verfassungsprinzip einführt, kann anschließend zeigen, warum Tarifrunden regelmäßig zu Konflikten führen und welche Rolle Streik und Aussperrung dabei spielen. So wird aus einem abstrakten Marktmodell ein konkretes Verhandlungsgeschehen, das sich an aktuellen Tarifrunden nachvollziehen lässt.
Gleichzeitig wirken auf den Arbeitsmarkt Kräfte, die außerhalb der Tarifpartner liegen: die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank beeinflusst über den Leitzins Investitionen und damit Beschäftigung, während der sektorale Strukturwandel – die Verschiebung von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft – ganze Berufsfelder verändert. Erst im Zusammenspiel dieser drei Ebenen versteht Ihre Lerngruppe, warum Arbeitsmarktpolitik selten monokausal erklärbar ist.
Die Reihen behandeln Tarifautonomie und Tarifkonflikte, die Wirkung der Geldpolitik auf den Arbeitsmarkt, den Strukturwandel im Zuge der Tertiärisierung sowie Personalauswahl als betriebliche Perspektive.
Tarifautonomie, Tarifrunden und Arbeitskampf verständlich aufbereitet.
Lernheft zur Wirkung von Leitzins und EZB-Politik auf Beschäftigung.
Tertiärisierung und sektoraler Strukturwandel mit Geographie-Bezug.
Lernheft zur betrieblichen Perspektive auf den Arbeitsmarkt.
In der Einführungsphase eignet sich der Arbeitsmarkt als klassisches Beispiel für ein Marktmodell mit Besonderheiten: Angebot und Nachfrage treffen hier nicht auf einen anonymen Markt, sondern auf verhandelte Löhne. Die Reihe zur Tarifpolitik führt in Grundbegriffe wie Tarifvertrag, Flächentarif und Mindestlohn ein und lässt sich gut mit einem Rollenspiel zu einer fiktiven Tarifrunde verbinden.
In der Qualifikationsphase rücken die Wechselwirkungen zwischen Geldpolitik, Arbeitsmarkt und Strukturwandel in den Vordergrund. Das Lernheft zur Geldpolitik zeigt, wie Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank auf Investitionen und Beschäftigung wirken, während die Reihe zur Tertiärisierung den langfristigen Wandel der Berufsstruktur in Deutschland nachzeichnet – von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| EF | Arbeitsmarkt als Markt | Angebot, Nachfrage und Lohnbildung im Grundmodell |
| Q1 | Tarifautonomie und Tarifkonflikte | Rollenspiel zur Tarifrunde und Analyse realer Fälle |
| Q2 | Strukturwandel und Beschäftigung | Beurteilung der Tertiärisierung anhand von Daten |
Die Reihe zur Tarifpolitik lässt sich über die Komplexität des Rollenspiels differenzieren: Eine einfache Version mit zwei Positionen genügt für einen ersten Zugang, während eine erweiterte Fassung mit mehreren Interessengruppen und wechselnden Verhandlungsrunden für leistungsstärkere Lerngruppen mehr Tiefe bietet.
Beim Strukturwandel steuert die Zahl der einbezogenen Wirtschaftssektoren den Anspruch: Wer nur den Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft betrachtet, arbeitet auf grundlegendem Niveau, während eine zusätzliche Einordnung in die Digitalisierung der Arbeitswelt komplexere Urteilsbildung verlangt.
Arbeitsmarkt, Tarifautonomie und Beschäftigungspolitik gehören in den Kerncurricula der meisten Bundesländer zum Pflichtbereich Wirtschaftspolitik der Qualifikationsphase, häufig verknüpft mit den Themen Konjunktur und Sozialpolitik. Die vorliegenden Reihen decken diesen Bereich mit Fokus auf Tarifpolitik und Geldpolitik ab.
Der sektorale Strukturwandel ist zusätzlich in vielen Geographie-Lehrplänen als eigenständiges Thema verankert, sodass sich die Reihe zur Tertiärisierung fächerübergreifend einsetzen lässt. Für das Abitur relevant sind insbesondere die Fähigkeit zur Ursachenanalyse und die begründete Bewertung wirtschaftspolitischer Maßnahmen.
Konjunktur und Wachstum analysierenAm anschaulichsten gelingt dies über ein Rollenspiel, in dem Gewerkschaft und Arbeitgeberverband eine fiktive Tarifrunde verhandeln. Die Reihe zur Tarifpolitik liefert dafür Rollenkarten, Verhandlungsmasken und eine Einordnung in das Prinzip der Tarifautonomie.
Konjunkturelle, strukturelle, saisonale und friktionelle Arbeitslosigkeit werden in den meisten Curricula unterschieden und mit passenden Erklärungsmodellen verbunden. Die Materialien ordnen diese Formen den jeweiligen Ursachen zu und verknüpfen sie mit aktuellen Arbeitsmarktdaten.
Das Lernheft zur Geldpolitik zeigt den Übertragungsweg vom Leitzins über Investitionsentscheidungen bis zur Beschäftigung und lässt sich direkt an die Tarifpolitik-Reihe anschließen. So wird sichtbar, dass Arbeitsmarktentwicklungen nicht nur von Tarifpartnern, sondern auch von der Europäischen Zentralbank beeinflusst werden.
Ja, die Reihe zur Entwicklung von Wirtschafts- und Beschäftigungsstrukturen behandelt die Tertiärisierung der deutschen Wirtschaft mit Diagrammen zur Sektorenverteilung und Auswertungsaufgaben. Sie eignet sich sowohl im Wirtschafts- als auch im Geographieunterricht.
Ja, alle Reihen und Lernhefte liegen mit ausführlichen Lösungen vor, sodass Vor- und Nachbereitung ohne zusätzlichen Rechercheaufwand möglich sind.
Die Reihen bestehen aus editierbaren Unterrichtsmaterialien mit Arbeitsblättern, Rollenkarten und Lösungsblättern, die sich direkt einsetzen oder an die eigene Lerngruppe anpassen lassen.