Work-Life-Balance für Lehrkräfte: Schulalltag strukturieren und Entlastung schaffen

Work-Life-Balance für Lehrkräfte ist kein Luxusproblem, sondern eine zentrale Voraussetzung für langfristig guten Unterricht. In diesem Beitrag bekommst Du konkrete Ideen, wie Du Unterrichtsplanung, Korrekturen, Kommunikation, Klassenorganisation und persönliche Erholung besser strukturieren kannst.
Die im Text erwähnten Unterrichtsmaterialien auf einen Blick. Digitaler Download, sofort einsetzbar.
Dabei geht es nicht darum, weniger engagiert zu arbeiten. Vielmehr geht es darum, Deinen Schulalltag so zu organisieren, dass Du nicht jede Woche wieder bei null anfängst. Wiederverwendbare Routinen, klare Prioritäten und passende Vorlagen können helfen, Belastung zu reduzieren und mehr Planungssicherheit zu gewinnen.
Warum Work-Life-Balance für Lehrkräfte im Schulalltag so wichtig ist
Der Lehrer:innenberuf ist fachlich, organisatorisch und emotional anspruchsvoll. Unterricht vorbereiten, Klassenarbeiten korrigieren, Elternkommunikation beantworten, Konferenzen besuchen, individuelle Förderung planen und nebenbei mehrere Lerngruppen im Blick behalten: Viele Aufgaben laufen gleichzeitig und konkurrieren um dieselbe begrenzte Zeit.
Gerade an Gymnasien und Realschulen entsteht Belastung oft nicht nur durch die einzelne Unterrichtsstunde, sondern durch die Summe vieler kleiner Entscheidungen. Welche Aufgabe passt zur Lerngruppe? Wie viel Differenzierung ist realistisch? Wann korrigiere ich? Was muss heute erledigt werden und was kann warten?
Work-Life-Balance für Lehrkräfte bedeutet deshalb nicht, Schule und Privatleben perfekt voneinander zu trennen. Es bedeutet eher, bewusste Strukturen zu schaffen, die verhindern, dass Unterrichtsorganisation dauerhaft in freie Zeit ausläuft.
Work-Life-Balance für Lehrkräfte beginnt mit Priorisierung
Viele Lehrkräfte arbeiten sehr viel, ohne dass sich die Arbeit immer wirksam anfühlt. Das liegt häufig daran, dass dringende Aufgaben die wichtigen Aufgaben verdrängen. Eine tragfähige Wochenstruktur beginnt deshalb mit der Frage: Was hat pädagogisch wirklich Priorität?
Prioritäten im Schulalltag klären
Hilfreich ist eine einfache Einteilung in drei Ebenen:
| Ebene | Beispiele | Umgang |
|---|---|---|
| Unverzichtbar | Unterricht, Aufsicht, Korrekturen, verbindliche Rückmeldungen | fest einplanen |
| Wichtig | Differenzierung, Materialpflege, Diagnose, Reihenplanung | regelmäßig bündeln |
| Optional | ästhetische Zusatzgestaltung, Sondermaterial, Perfektionierung | bewusst begrenzen |
Diese Einteilung nimmt keine pädagogische Sorgfalt weg. Sie hilft aber, Aufgaben realistischer zu gewichten. Nicht jede Unterrichtsstunde braucht ein komplett neues Materialpaket. Nicht jede Aufgabe muss maximal aufwendig vorbereitet sein. Entscheidend ist, dass Lernziele, Kompetenzorientierung und Aufgabenlogik stimmig sind.
Eine praxistaugliche Routine für die Wochenplanung
Eine gute Wochenplanung sollte nicht nur Termine sammeln, sondern Arbeitslast sichtbar machen. Viele Planer sind voll mit Unterrichtsstunden, zeigen aber nicht, wann Vorbereitung, Nachbereitung, Korrektur und Kommunikation tatsächlich erledigt werden sollen.
Schritt 1: Fixpunkte eintragen
Trage zuerst alle festen Termine ein: Unterricht, Aufsichten, Konferenzen, Elterngespräche, Arbeitsgemeinschaften und private Verpflichtungen. Erst wenn diese Fixpunkte sichtbar sind, kannst Du realistisch einschätzen, wie viel echte Arbeitszeit noch bleibt.
Schritt 2: Vorbereitungsblöcke bündeln
Statt jeden Tag neu zu entscheiden, welche Stunde vorbereitet wird, lohnt sich eine Bündelung nach Fächern oder Jahrgangsstufen. Ein Block für Klasse 7, ein Block für die Oberstufe, ein Block für Materialanpassung: Das reduziert Wechselkosten und spart mentale Energie.
Schritt 3: Korrekturzeiten realistisch planen
Korrekturen sind oft der Bereich, der in freie Zeit rutscht. Plane Korrekturen deshalb nicht als vage Aufgabe, sondern als konkrete Zeitblöcke. Noch besser: Teile große Stapel in Teilziele auf, zum Beispiel „10 Arbeiten pro Block“ statt „Klassenarbeit korrigieren“.
Schritt 4: Kommunikationsfenster setzen
Mails, Elternnachrichten und organisatorische Rückfragen können den ganzen Tag zerteilen. Ein festes Kommunikationsfenster verhindert, dass jede Nachricht sofort Aufmerksamkeit bekommt. Das ist besonders wichtig, wenn Du konzentriert planen oder korrigieren möchtest.
Schritt 5: Puffer bewusst einbauen
Schulwochen verlaufen selten exakt nach Plan. Vertretungen, Gespräche, technische Probleme oder kurzfristige Änderungen gehören dazu. Eine gute Wochenplanung enthält deshalb Pufferzeiten. Ohne Puffer wird jeder kleine Zusatz zur Belastung.
Stundensequenz: Work-Life-Balance als persönliches Organisationssystem entwickeln
Wenn Du das Thema für Dich selbst oder im Kollegium systematisch bearbeiten möchtest, kann eine kleine Reflexions- und Planungssequenz helfen. Die folgende Struktur eignet sich für Selbstorganisation, Fortbildungsgruppen oder pädagogische Tage.
Einheit 1: Belastung sichtbar machen
Leitfrage: Welche Aufgaben belasten mich im Schulalltag tatsächlich?
Erstelle eine Aufgabenlandkarte mit allen wiederkehrenden Tätigkeiten: Unterrichtsvorbereitung, Korrekturen, Organisation, Kommunikation, Klassenleitung, Materialsuche, digitale Tools, Konferenzen und private Übergänge. Markiere anschließend, welche Aufgaben planbar sind und welche häufig spontan entstehen.
Aufgabe: Notiere drei Aufgaben, die viel Energie kosten, aber wenig pädagogische Wirkung haben. Überlege anschließend, ob sie reduziert, standardisiert oder gebündelt werden können.
Einheit 2: Eigene Zeitfresser analysieren
Leitfrage: Wo verliere ich regelmäßig Zeit, ohne es zu merken?
Zeitfresser entstehen oft durch Materialsuche, Perfektionismus, ständige Unterbrechungen oder zu offene Aufgaben. Eine ehrliche Analyse hilft, Muster zu erkennen.
Aufgabe: Führe für drei typische Schultage ein Mini-Protokoll. Notiere nicht jede Minute, sondern nur Arbeitsbereiche: Vorbereitung, Korrektur, Kommunikation, Organisation, Erholung. Danach wird sichtbar, welche Bereiche dominieren.
Einheit 3: Wiederverwendbare Routinen entwickeln
Leitfrage: Welche Aufgaben kann ich standardisieren?
Viele schulische Aufgaben wiederholen sich. Genau dort lohnt sich Routinearbeit: ein einheitliches Raster für Unterrichtsplanung, ein Standardformat für Erwartungshorizonte, eine Checkliste für Klassenarbeiten oder ein Wochenplan für wiederkehrende Aufgaben.
Aufgabe: Entwickle eine Vorlage, die Du mindestens fünfmal wiederverwenden kannst. Das kann ein Stundenplanungsraster, eine Korrekturliste, ein Feedbackbogen oder ein Materialablage-System sein.
Einheit 4: Korrekturen entlastender organisieren
Leitfrage: Wie kann ich Korrekturen fachlich sauber und trotzdem realistisch gestalten?
Korrekturen müssen verlässlich und transparent sein. Gleichzeitig dürfen sie nicht dauerhaft alle freien Zeitfenster besetzen. Entlastend wirken klare Erwartungshorizonte, wiederkehrende Bewertungsraster und fokussiertes Feedback.
Aufgabe: Prüfe eine aktuelle Korrekturaufgabe: Welche Kriterien müssen ausführlich kommentiert werden? Wo reicht ein Raster? Wo können Schüler:innen vorab mit Checklisten arbeiten, damit typische Fehler reduziert werden?
Einheit 5: Unterrichtsvorbereitung kompetenzorientiert verschlanken
Leitfrage: Was braucht diese Stunde wirklich, damit Lernen gelingt?
Eine kompetenzorientierte Stunde braucht nicht zwingend viele Materialien. Sie braucht ein klares Ziel, eine passende Aufgabe, eine sinnvolle Sicherung und einen erkennbaren Lernfortschritt. Wenn diese Elemente stehen, muss nicht jede Stunde zusätzlich perfekt gestaltet werden.
Aufgabe: Formuliere für eine kommende Stunde zuerst den Kompetenzschwerpunkt. Entscheide dann, welche Aufgabe diesen Schwerpunkt am besten sichtbar macht. Erst danach wählst Du Material und Methode aus.
Einheit 6: Grenzen im Schulalltag definieren
Leitfrage: Welche Grenzen brauche ich, damit Arbeit nicht dauerhaft ausufert?
Grenzen sind im Lehrer:innenberuf nicht immer leicht zu ziehen, weil viele Aufgaben wichtig wirken. Trotzdem braucht nachhaltiges Arbeiten klare Entscheidungen: Wann beantworte ich Nachrichten? Wann endet mein Korrekturblock? Welche Aufgaben erledige ich nicht mehr spontan am Abend?
Aufgabe: Formuliere drei persönliche Arbeitsregeln. Beispiele: „Mails nur in zwei festen Fenstern“, „Korrekturen nicht nach 20 Uhr“, „Sonntagabend keine neue Reihenplanung“.
Einheit 7: Materialorganisation vereinfachen
Leitfrage: Wie finde ich Materialien schneller wieder?
Viele Lehrkräfte verlieren Zeit nicht bei der eigentlichen Planung, sondern beim Suchen. Eine klare Ordnerstruktur, einheitliche Dateinamen und thematische Sammlungen reduzieren unnötige Suchzeiten.
Aufgabe: Lege eine einfache Struktur an: Fach → Jahrgang → Thema → Materialtyp. Ergänze eindeutige Dateinamen wie „Klasse7_Ethik_Glueck_Einstieg_AB“ statt „Arbeitsblatt neu final 2“.
Einheit 8: Reflexion und Anpassung
Leitfrage: Welche Routine funktioniert wirklich in meinem Schulalltag?
Nicht jede Methode passt zu jeder Lehrkraft. Deshalb sollte ein Organisationssystem regelmäßig überprüft werden. Entscheidend ist nicht, ob ein Plan schön aussieht, sondern ob er im Alltag trägt.
Aufgabe: Reflektiere nach zwei Wochen: Welche Routine hat entlastet? Welche war unrealistisch? Was wird beibehalten, angepasst oder gestrichen?
Kompetenzen für professionelles Selbstmanagement
Planungskompetenz
Du entwickelst die Fähigkeit, Unterricht, Korrekturphasen, Kommunikation und private Zeit nicht isoliert, sondern als zusammenhängendes System zu planen. Dadurch werden Belastungsspitzen früher sichtbar.
Priorisierungskompetenz
Du unterscheidest zwischen pädagogisch wirksamen Aufgaben und Aufgaben, die vor allem Zeit binden. Diese Kompetenz ist zentral, um Perfektionismus zu begrenzen und trotzdem guten Unterricht zu gestalten.
Reflexionskompetenz
Du überprüfst regelmäßig, welche Routinen funktionieren und welche angepasst werden müssen. So entsteht ein dynamisches System statt eines starren Plans.
Organisationskompetenz
Du arbeitest mit Vorlagen, Checklisten, Ablagestrukturen und festen Zeitfenstern. Das reduziert Entscheidungsdruck und schafft mehr Verlässlichkeit im Alltag.
Grenzsetzungskompetenz
Du lernst, schulische Aufgaben bewusst zu begrenzen, ohne Deine professionelle Verantwortung aufzugeben. Gerade diese Kompetenz ist für langfristige Gesundheit und Berufszufriedenheit wichtig.
Differenzierung: unterschiedliche Ausgangslagen im Kollegium berücksichtigen
Unterstützung für stark belastete Lehrkräfte
Wenn der Schulalltag bereits sehr voll ist, sollte die Veränderung klein beginnen. Ein komplettes neues System kann zusätzlich überfordern. Sinnvoller sind kleine Routinen mit hoher Wirkung.
- eine feste Wochenplanungszeit
- ein Korrekturraster für wiederkehrende Aufgaben
- ein Kommunikationsfenster pro Tag
- eine einfache To-do-Liste mit maximal drei Tagesprioritäten
- eine Materialablage nach Fach und Jahrgang
Erweiterung für erfahrene und gut strukturierte Lehrkräfte
Wenn bereits gute Routinen vorhanden sind, kann der nächste Schritt in der Optimierung liegen. Hier geht es weniger um Entlastung durch Grundstruktur, sondern um nachhaltige Systempflege.
- Jahresplanung mit Belastungsspitzen
- standardisierte Erwartungshorizonte
- Materialdatenbank nach Kompetenzen
- Kooperationsstrukturen im Fachteam
- digitale Vorlagen für wiederkehrende Kommunikation
- Reflexionsroutinen am Quartalsende
Typische Fehler bei der Suche nach mehr Work-Life-Balance
Alles gleichzeitig verändern wollen
Wer den gesamten Schulalltag auf einmal umstellen möchte, bricht oft nach kurzer Zeit ab. Besser ist eine Routine nach der anderen: erst Wochenplanung, dann Korrekturen, dann Kommunikation, dann Materialorganisation.
Planung mit Perfektion verwechseln
Ein guter Plan muss nicht jede Minute kontrollieren. Er soll Orientierung geben und Entscheidungen erleichtern. Zu detaillierte Pläne können selbst wieder Belastung erzeugen.
Erholung nur als Restzeit behandeln
Wenn Erholung erst dann stattfindet, wenn alles erledigt ist, findet sie im Schulalltag oft gar nicht statt. Deshalb sollten Pausen, freie Abende oder private Termine genauso verbindlich eingeplant werden wie schulische Aufgaben.
Korrekturen ohne System beginnen
Wer ohne Erwartungshorizont oder Raster korrigiert, trifft bei jeder Arbeit viele kleine Einzelentscheidungen. Das kostet Zeit und macht Korrekturen anstrengender. Klare Kriterien entlasten und erhöhen gleichzeitig die Transparenz.
Materialien immer neu erstellen
Natürlich müssen Materialien zur Lerngruppe passen. Trotzdem lohnt es sich, wiederverwendbare Bausteine zu entwickeln: Einstiegsformate, Sicherungsraster, Reflexionsfragen, Erwartungshorizonte und Feedbackbögen.
Passendes Material: Teach-Life-Balance als Organisationssystem
Wenn Du nicht nur einzelne Tipps sammeln möchtest, sondern ein zusammenhängendes System für Planung, Routinen und Entlastung suchst, kann Teach-Life-Balance – der Online-Kurs mit Lehrerplaner, Guides und Vorlagen eine hilfreiche Grundlage sein.
Das Material passt besonders für Lehrkräfte, die ihren Schulalltag strukturierter planen möchten. Im Zentrum stehen Zeitmanagement, Priorisierung, Routinen, Vorlagen und ein Lehrerplaner. Damit eignet es sich weniger als allgemeiner Motivationstext, sondern eher als praktisches Organisationssystem für wiederkehrende Aufgaben im Schulalltag.
Besonders sinnvoll ist der Einsatz, wenn Du:
- Wochenplanung konsequenter strukturieren möchtest
- Korrekturen und Unterrichtsvorbereitung besser bündeln willst
- Vorlagen statt ständig neuer Einzellösungen nutzen möchtest
- mehr Übersicht über Aufgaben, Termine und Routinen brauchst
- schulische Arbeit bewusster begrenzen möchtest
Der Nutzen liegt vor allem darin, dass Planung nicht als zusätzliche Aufgabe verstanden wird, sondern als Entlastungsstruktur. Gerade wenn viele Lerngruppen, Fächer oder Korrekturphasen parallel laufen, können wiederkehrende Systeme den Alltag spürbar übersichtlicher machen.
Weitere passende stifo-Seiten und Materialien
Work-Life-Balance hängt eng mit Unterrichtsplanung und Materialstruktur zusammen. Je klarer Unterrichtsmaterialien, Reihen und Fachpakete organisiert sind, desto weniger Zeit geht in kurzfristiger Suche und Neuplanung verloren.
- Materialien und Unterstützung für Lehrer:innen auf stifo
- FachKomplett-Unterrichtsmaterialien für Sek I und Sek II
- Unterrichtsportal für moderne Unterrichtsmaterialien
- Geographie & Nachhaltigkeit als thematisch gebündeltes Sparpaket
- Religion & Ethik Sparpaket für langfristige Reihenplanung
Ergänzend passt der Blogbeitrag Deutsch Abitur 2026 sicher vorbereiten, weil er zeigt, wie rückwärts geplante Unterrichtsstruktur und klare Kompetenzorientierung auch in prüfungsnahen Phasen entlasten können.
Work-Life-Balance für Lehrkräfte als langfristiger Prozess
Work-Life-Balance entsteht nicht durch eine einzige perfekte Woche. Sie entsteht durch wiederkehrende Entscheidungen, die den Schulalltag verlässlicher machen. Dazu gehört auch, eigene Routinen immer wieder zu überprüfen.
Eine einfache Monatsreflexion kann helfen:
- Welche Aufgabe hat diesen Monat am meisten Energie gekostet?
- Welche Routine hat wirklich entlastet?
- Welche Aufgabe kann ich standardisieren?
- Welche Grenze möchte ich im nächsten Monat klarer setzen?
- Welche Unterrichtsmaterialien kann ich wiederverwenden oder bündeln?
Diese Reflexion muss nicht lange dauern. Schon zehn Minuten am Monatsende reichen, um aus Erfahrung ein tragfähigeres System zu entwickeln.
FAQ: Work-Life-Balance für Lehrkräfte
Wie kann ich als Lehrkraft meine Work-Life-Balance verbessern?
Beginne mit einer realistischen Wochenplanung, festen Korrekturblöcken und klaren Kommunikationsfenstern. Wichtig ist, nicht alles gleichzeitig zu verändern, sondern eine Routine nach der anderen aufzubauen.
Was hilft gegen ständigen Stress durch Unterrichtsvorbereitung?
Wiederverwendbare Stundenraster, Materialbausteine und klare Kompetenzziele helfen, Vorbereitung zu verschlanken. Plane zuerst das Lernziel und die zentrale Aufgabe, bevor Du Material suchst oder neu erstellst.
Wie organisiere ich Korrekturen effizienter?
Arbeite mit Erwartungshorizonten, Bewertungsrastern und klaren Teilzielen. Statt einen ganzen Stapel auf einmal zu planen, kannst Du Korrekturen in feste Blöcke aufteilen und pro Block eine realistische Anzahl bearbeiten.
Wie setze ich Grenzen, ohne unprofessionell zu wirken?
Professionelle Grenzen bedeuten nicht, Aufgaben zu ignorieren. Sie bedeuten, Erreichbarkeit, Korrekturzeiten und Planungsphasen bewusst zu strukturieren. Verlässliche Zeitfenster sind oft wirksamer als ständige Sofortreaktionen.
Welche Routinen entlasten Lehrkräfte besonders stark?
Besonders wirksam sind Wochenplanung, feste Kommunikationszeiten, Korrekturraster, Materialablagen, wiederkehrende Unterrichtsstrukturen und kurze Reflexionsphasen. Diese Routinen reduzieren tägliche Einzelentscheidungen.
Warum reicht ein normaler Kalender oft nicht aus?
Ein Kalender zeigt Termine, aber nicht automatisch Arbeitslast. Für Lehrkräfte ist wichtig, auch Vorbereitung, Korrekturen, Organisation, Kommunikation und Pufferzeiten sichtbar zu machen.
Wie kann ich Unterrichtsmaterial besser organisieren?
Nutze eine klare Struktur nach Fach, Jahrgang, Thema und Materialtyp. Einheitliche Dateinamen und wiederverwendbare Vorlagen sparen langfristig viel Suchzeit.
Ist Work-Life-Balance im Lehrer:innenberuf überhaupt realistisch?
Eine perfekte Balance gibt es im Schulalltag selten. Realistisch ist aber ein strukturierterer Umgang mit Belastung, Prioritäten und Grenzen. Genau dadurch wird der Beruf langfristig besser planbar.
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Luca beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Frage, was guten Unterricht ausmacht - und wie Lehrkräfte dabei wirklich entlastet werden können. Als Gründer von stifo.de entwickelt er strukturierte Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer im Alltag spürbar unterstützen: durchdacht aufgebaut, direkt einsetzbar und didaktisch solide.
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