Mission 1 · Wasser
Wasserkreislauf Trinkwasser Wasserverbrauch im Alltag und verstecktes Wasser in Produkten.
Umweltthemen scheitern im Unterricht selten am Interesse sondern an der Struktur. Diese Seite zeigt wie sich Wasser Natur Recycling Energie und Klima zu einer zusammenhängenden Reihe verbinden lassen wie eine Rahmenhandlung die Motivation trägt und wie Kinder am Ende handlungsfähig bleiben statt sich ohnmächtig zu fühlen.
Wirksame Umweltbildung beginnt beim Konkreten und Erfahrbaren und nicht beim globalen Problem. Kinder untersuchen zuerst einen Gegenstand einen Stoffkreislauf oder einen Ort in ihrer Umgebung. Erst danach folgt die Einordnung in größere Zusammenhänge. Jede Einheit sollte mit einer Handlungsmöglichkeit enden die im Alltag der Kinder tatsächlich umsetzbar ist. Dieses Prinzip entspricht dem Kern der Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Die Kinder arbeiten als Forschungsteam. Die Rahmenhandlung liefert einen Grund für jede Aufgabe und hält auch über mehrere Wochen die Aufmerksamkeit. Jede Mission besteht aus Sachtext Forscherauftrag Aufgabe und Reflexion.
Wasserkreislauf Trinkwasser Wasserverbrauch im Alltag und verstecktes Wasser in Produkten.
Lebensräume Pflanzen Tiere Nahrungsbeziehungen und die Bedeutung von Bäumen.
Materialien erkennen Abfall trennen Kreisläufe verstehen und Müll vermeiden.
Woher Strom kommt fossile und erneuerbare Quellen und Energiesparen in der Schule.
Treibhauseffekt Folgen für Menschen Tiere und Pflanzen sowie Anpassung und Schutz.
Alltagssituationen bewerten Alternativen abwägen und die eigene Wahl begründen.
Das Lernheft funktioniert als wöchentliche Reihe ebenso wie als kompakte Projektwoche.
Auftakt Rahmenhandlung Forschungsteams bilden Mission Wasser starten.
Naturbeobachtung im Schulumfeld Mission Natur und Wald bearbeiten.
Materialsammlung sortieren Mission Recycling und Müllvermeidung.
Energie in der Schule untersuchen Stromfresser aufspüren Maßnahmen sammeln.
Klima Entscheidungen Abschlussquiz Präsentation und Zertifikatsübergabe.
| Tonne | Gehört hinein | Gehört nicht hinein | Was daraus entsteht |
|---|---|---|---|
| Papier | Zeitungen Kartons Hefte | beschichtetes Papier Kassenbons Taschentücher | neues Papier und Karton |
| Gelber Sack | Verpackungen aus Kunststoff Metall Verbund | Spielzeug und Gegenstände ohne Verpackungsfunktion | Kunststoffgranulat und Metalle |
| Glas | Flaschen und Gläser nach Farben getrennt | Fensterglas Spiegel Porzellan Keramik | neues Glas ohne Qualitätsverlust |
| Bio | Obst Gemüse Kaffeesatz Gartenabfälle | Plastikbeutel gekochte Speisereste je nach Kommune | Kompost und Biogas |
| Restmüll | alles nicht Verwertbare | Batterien Elektrogeräte Farben | Energie durch Verbrennung |
Der weitaus größte Teil des Wassers auf der Erde ist Salzwasser. Nur ein kleiner Anteil ist Süßwasser und davon ist ein Großteil in Eis gebunden oder liegt tief im Boden. Unmittelbar nutzbares Trinkwasser ist deshalb ein sehr kleiner Anteil.
Erneuerbare Quellen wie Sonne Wind Wasser und Biomasse stehen dauerhaft zur Verfügung. Kohle Erdöl und Erdgas sind über Millionen Jahre entstanden und werden im menschlichen Zeitmaßstab nicht neu gebildet.
Jeder Recyclingdurchgang kostet Energie und viele Materialien verlieren dabei an Qualität. Abfall der gar nicht erst entsteht muss weder transportiert noch sortiert noch verarbeitet werden.
Bäume nehmen bei der Fotosynthese Kohlenstoffdioxid auf und binden Kohlenstoff im Holz. Zusätzlich spenden sie Schatten kühlen durch Verdunstung und bieten Lebensraum für viele Arten.
Ein Teil wird stofflich verwertet ein anderer Teil verbrannt. Sortenreine Trennung und weniger Verpackung erhöhen die Verwertungsquote.
Kunststoff zerfällt in immer kleinere Teile bleibt als Mikroplastik aber sehr lange in Böden Gewässern und Organismen.
Die Steckdose ist das Ende eines langen Weges aus Erzeugung Umspannung und Transport. Ohne diesen Weg bleibt Energiesparen für Kinder abstrakt.
Wirksamer sind meist bessere Entscheidungen: reparieren teilen regional wählen. Diese Perspektive erhält die Handlungsbereitschaft.
Das Thema verbindet die naturwissenschaftliche und die sozialwissenschaftliche Perspektive des Sachunterrichts. In den Lehrplänen erscheint es als Natur und Leben Umwelt und Nachhaltigkeit oder Mensch und Gemeinschaft und ist zugleich Teil der Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Stoffe Materialien und Lebensräume im Umfeld untersuchen.
Kreisläufe und Abhängigkeiten zwischen Mensch und Natur beschreiben.
In Forschungsteams arbeiten Aufgaben verteilen Ergebnisse zusammenführen.
Handlungsalternativen nach Wirkung und Aufwand abwägen.
Eine Maßnahme für Klasse Schule oder Zuhause planen und umsetzen.
Den eigenen Lernweg und die eigene Wirksamkeit einschätzen.
Vollständig ausgearbeitete Seiten die als Heft oder als Einzelblätter genutzt werden können.
Geschichten und Missionsaufträge die jede Stunde einleiten und verbinden.
Beobachtungsaufgaben und einfache Versuche für Klassenraum und Schulgelände.
Alltagssituationen in denen Kinder abwägen und ihre Wahl begründen.
Quiz Reflexionsseiten und ein Abschluss-Zertifikat für die Forschungsteams.
Hinweise zur Durchführung Differenzierung und zeitlichen Planung.
Für die Klassen zwei bis vier. In Klasse zwei empfiehlt sich das gemeinsame Lesen der Sachtexte.
Als wöchentliche Reihe etwa sechs bis zehn Stunden. Als Projektwoche lässt sich das Heft auf fünf Tage verteilen.
Nein. Die Aufträge kommen mit Alltagsgegenständen aus. Eine Sammelbox für Verpackungen ist hilfreich.
Sachlich bleiben Fragen zulassen und jede Einheit mit einer konkreten Handlungsmöglichkeit abschließen. Wirksamkeitserfahrung ist der wichtigste Gegenspieler von Ohnmacht.
Ja. Die Aufgaben sind offen genug für unterschiedliche Lernstände und lassen sich mündlich schriftlich oder gestalterisch bearbeiten.
Einzelne Missionen lassen sich zuhause fortsetzen. Beobachtungsaufträge im eigenen Haushalt funktionieren dafür besonders gut.
Ja. Die Missionen liefern eine fertige Struktur für mehrere AG-Termine inklusive Abschlussprojekt.
Ja. Wissenschecks Abschlussquiz und Reflexionsseiten sind enthalten.