Das Grundgesetz – Entstehung, Inhalte & Bedeutung
Führt von der Entstehung 1949 über den Aufbau bis zur Bedeutung im heutigen Alltag.
Hast du ein Konto?
Logge dich ein, damit es beim Checkout schneller geht.
Praktische Ideen, neue Materialien und dein 10%-Willkommenscode per Mail.
Wir haben dir eine Bestätigungs-E-Mail geschickt. Ein Klick, und dein 10%-Code kommt automatisch.
Politik & Wirtschaft · Grundgesetz & Verfassung · Sek I (Klasse 5–9)
Unterrichtsmaterial zum Grundgesetz für die Klassen 5 bis 9: Entstehung und Aufbau der Verfassung, die Grundrechte und ihre Bedeutung im Alltag, die Staatsstrukturprinzipien des Artikels 20 sowie die wichtigsten Gesetze und ihr Zusammenhang mit der Demokratie. Alle Reihen enthalten Arbeitsblätter mit Lösungen.
Kurz gesagt: Das Grundgesetz wird in der Sekundarstufe I greifbar, wenn Entstehung, Grundrechte und Staatsstrukturprinzipien an Fällen aus dem Alltag der Lernenden gespiegelt werden. Bewährt hat sich die Reihenfolge: erst die Grundrechte als persönlich erfahrbare Rechte, dann der Aufbau und die Entstehung der Verfassung, zuletzt die fünf Staatsstrukturprinzipien Republik, Demokratie, Bundesstaat, Rechtsstaat und Sozialstaat.
Verfassungstexte gelten als schwierig, und tatsächlich scheitern Einstiege oft daran, dass zuerst Begriffe geklärt werden sollen, für die es noch keine Anschauung gibt. Umgekehrt funktioniert es besser: Fragen nach Gerechtigkeit, Regeln und Rechten beschäftigen Lernende bereits in Klasse 5, und die Grundrechte geben darauf präzise Antworten. Wenn Ihre Lerngruppe erkennt, dass die Freiheit der Meinung, die Unverletzlichkeit der Wohnung oder die Gleichheit vor dem Gesetz in einem Text stehen, der über der Politik steht, ist der wichtigste Schritt getan.
Der zweite Grund ist fachlicher Natur. Fast alle späteren Themen des Politikunterrichts – Wahlen, Gewaltenteilung, Föderalismus, Sozialstaat, Rechtsprechung – lassen sich auf das Grundgesetz zurückführen. Wer die Staatsstrukturprinzipien einmal erarbeitet hat, kann Einzelthemen später einordnen, statt sie nebeneinander zu lernen. Die Reihen dieser Seite sind deshalb so aufgebaut, dass sie sowohl als eigene Einheit funktionieren als auch als Bezugsrahmen, auf den Sie in Klasse 8, 9 und 10 zurückgreifen können.
Die folgenden Reihen decken Entstehung, Grundrechte, Staatsstrukturprinzipien und die wichtigsten Gesetze ab und sind auf die Klassen 5 bis 9 zugeschnitten.
Führt von der Entstehung 1949 über den Aufbau bis zur Bedeutung im heutigen Alltag.
Erarbeitet Republik, Demokratie, Bundesstaat, Rechtsstaat und Sozialstaat mit Beispielen.
Zeigt, wie aus Verfassungsgrundsätzen konkrete Regeln und Rechte werden.
Klärt den Demokratiebegriff, bevor er als Strukturprinzip des Grundgesetzes auftaucht.
Vergleicht direkte und repräsentative Elemente – gute Grundlage für eine Urteilsaufgabe.
Der Einstieg gelingt über einen kurzen Fall: Ein Schüler wird wegen seiner Meinung ausgeschlossen, eine Klassenregel benachteiligt eine Gruppe, eine Durchsuchung findet ohne Anlass statt. Ihre Lernenden entscheiden zunächst nach ihrem Gerechtigkeitsempfinden und vergleichen ihr Urteil anschließend mit dem passenden Grundrechtsartikel. So wird sichtbar, dass die Grundrechte keine abstrakten Formeln sind, sondern Maßstäbe. Im Anschluss lohnt sich der Blick auf Artikel 1 und die Menschenwürde als Ausgangspunkt der gesamten Verfassung.
Im zweiten Abschnitt geht es um Entstehung und Aufbau: Der Parlamentarische Rat, die Verkündung im Mai 1949 und der ursprünglich vorläufige Charakter des Textes erklären, warum die Verfassung Grundgesetz heißt. Danach folgen die Staatsstrukturprinzipien, jeweils mit einem konkreten Beleg – der Bundesrat für den Bundesstaat, die Sozialversicherung für den Sozialstaat, das Bundesverfassungsgericht für den Rechtsstaat. Den Abschluss bildet eine Anwendungsaufgabe: Ihre Lerngruppe prüft eine erfundene Regelung daraufhin, ob sie mit dem Grundgesetz vereinbar wäre, und begründet ihre Entscheidung.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Klasse 5/6 | Einstieg | Grundrechte im Alltag: Regeln, Rechte und der Gedanke der Menschenwürde |
| Klasse 7/8 | Erarbeitung | Entstehung und Aufbau des Grundgesetzes, Textarbeit mit Artikeln |
| Klasse 9 | Vertiefung | Staatsstrukturprinzipien, Rechtsstaat und Anwendung auf Fälle |
| Klasse 9/10 | Urteilsbildung | Verfassungsänderungen, direkte Demokratie und Grenzen der Mitbestimmung |
Arbeit am Verfassungstext lässt sich zuverlässig über die Textmenge differenzieren. Für jüngere oder sprachlich schwächere Lerngruppen genügen einzelne Artikel in Auszügen mit einer Verständnisfrage; stärkere Lernende arbeiten mit dem vollständigen Wortlaut und formulieren den Inhalt in eigenen Worten. Bei den Staatsstrukturprinzipien funktioniert die Staffelung über die Belege: Entweder Sie geben Beispiele vor und lassen zuordnen, oder Ihre Lernenden suchen eigene Belege aus dem Politikunterricht der vergangenen Monate.
Für die Leistungsbewertung eignen sich Fallaufgaben besser als Abfragen. Ein kurzer Sachverhalt, dazu die Aufgabe, das betroffene Grundrecht zu benennen, die Einschränkung zu prüfen und ein begründetes Urteil zu formulieren – damit werden Fachwissen, Analyse und Urteilsbildung in einer Aufgabe sichtbar. Weil alle Dateien bearbeitbar sind, können Sie Fälle austauschen, Hilfestellungen ergänzen und Erwartungshorizonte an Ihre Klassenstufe anpassen.
Grundgesetz, Grundrechte und Verfassungsprinzipien gehören in allen Bundesländern zum Kernbestand des Politik-, Sozialkunde- oder Gesellschaftslehreunterrichts der Sekundarstufe I und tauchen dort meist zweimal auf: einmal in den Klassen 5 bis 7 als Frage nach Rechten und Regeln, einmal in den Klassen 8 bis 10 als Auseinandersetzung mit dem politischen System. Die Reihen bedienen beide Zugänge, weil sie zwischen der erfahrungsnahen Ebene der Grundrechte und der systematischen Ebene der Staatsstrukturprinzipien trennen.
Anschlüsse ergeben sich unmittelbar: Das Demokratieprinzip führt zu Wahlen und Parteien, das Rechtsstaatsprinzip zur Gewaltenteilung und zum Bundesverfassungsgericht, das Bundesstaatsprinzip zum Föderalismus und zur Rolle der Länder. Auch der Geschichtsunterricht profitiert, weil sich die Entstehung des Grundgesetzes ohne die Erfahrungen der Weimarer Republik und der nationalsozialistischen Diktatur nicht erklären lässt. Wer die Reihen des Fachbereichs vollständig nutzen möchte, findet sie gebündelt im FachKomplett-Paket.
Das Parteiensystem in Deutschland (Sek I)
Alle Parteien in Deutschland (Sek I, Kl. 5–9)
Märzforderungen 1848 – Demokratie und Freiheit
Komplettpaket: Bundestagswahl 2025 im UnterrichtAm besten über einen Fall aus dem Schulalltag, der ein Grundrecht berührt, und über den Vergleich des eigenen Urteils mit dem Wortlaut des Artikels. So erleben Ihre Lernenden die Verfassung als Maßstab und nicht als Textsammlung. Erst danach lohnen sich Entstehung und Aufbau, weil die Frage, wozu ein solcher Text nötig ist, dann bereits beantwortet ist.
Im Zentrum stehen die Menschenwürde in Artikel 1, die freie Entfaltung der Persönlichkeit, die Gleichheit vor dem Gesetz sowie die Meinungs-, Versammlungs- und Religionsfreiheit. Für ältere Jahrgänge kommen die Frage nach Einschränkungen und der Weg der Verfassungsbeschwerde hinzu.
Artikel 20 des Grundgesetzes legt fest, dass die Bundesrepublik ein republikanischer, demokratischer, bundesstaatlicher, rechtsstaatlicher und sozialer Staat ist. Diese fünf Prinzipien lassen sich im Unterricht gut über je einen konkreten Beleg erschließen und sind durch die Ewigkeitsgarantie des Artikels 79 besonders geschützt.
Ja, zu den Aufgaben aller Reihen gehören ausgearbeitete Lösungen. Da die Dateien bearbeitbar vorliegen, können Sie Aufgabenstellungen kürzen, Fälle austauschen oder Erwartungshorizonte an Ihre Klassenstufe anpassen.
Sinnvoll ist der Zweischritt: zuerst die formale Hürde – eine Änderung braucht eine Zweidrittelmehrheit in Bundestag und Bundesrat –, dann die inhaltliche Grenze durch die Ewigkeitsgarantie. An dieser Stelle lässt sich gut diskutieren, warum eine Verfassung überhaupt Regeln enthält, die auch eine große Mehrheit nicht ändern darf.
Ja. Die Entstehung des Grundgesetzes verbindet sich unmittelbar mit dem Geschichtsunterricht zur Nachkriegszeit, die Grundrechte mit Ethik und Religion, wenn es um Menschenwürde und Toleranz geht. Die Reihen sind so aufgebaut, dass einzelne Bausteine auch außerhalb des Politikunterrichts verständlich bleiben.