Sparpaket Theatergeschichte & Theatertheorie
Drei Kernreihen im Bundle – Antike, episches Theater und Dramentheorie zusammen günstiger.
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Darstellendes Spiel · Theatergeschichte & Theatertheorie · Sek II (Klasse 11–13)
Fünf Unterrichtsreihen für den Kurs Darstellendes Spiel in der Sek II: von der griechischen Tragödie über die aristotelische Dramentheorie und Brechts episches Theater bis zu postdramatischen Formen der Gegenwart. Jede Reihe verbindet theoretische Grundlagen mit praktischen Spielaufgaben, damit Theorie im Kurs erfahrbar wird statt nur referiert.
Kurz gesagt: Theatergeschichte macht Spielweisen erklärbar: von der griechischen Tragödie über die aristotelische Dramentheorie und Brechts episches Theater bis zu postdramatischen Formen der Gegenwart. Die fünf Reihen verbinden jeweils einen theoretischen Kernbegriff mit einer praktischen Spielaufgabe, sodass sich Theorie im Kurs Darstellendes Spiel unmittelbar erproben lässt.
Ein Kurs Darstellendes Spiel, der ausschließlich improvisiert und probiert, bleibt ohne historischen und theoretischen Bezugsrahmen folgenlos: Die Lerngruppe entwickelt Spielkompetenz, kann diese aber selten benennen oder in eine größere Tradition einordnen. Theatergeschichte liefert genau diesen Rahmen, indem sie zeigt, dass jede Spielweise – Chor und Maske der Antike, Verfremdung bei Brecht, Auflösung linearer Handlung im postdramatischen Theater – eine Antwort auf eine bestimmte Frage nach Wirklichkeit und Publikum war.
Fachlich schließt das an die Kernanforderungen der Sek II an: Klausuren und mündliche Prüfungen im Fach Darstellendes Spiel verlangen zunehmend die Fähigkeit, eigene Inszenierungsentscheidungen theoretisch zu begründen. Wer die aristotelische Katharsis-Theorie kennt, versteht, wogegen sich Brechts Verfremdungseffekt richtet; wer den epischen Erzählgestus kennt, erkennt, was postdramatische Formen wiederum an linearer Erzählung preisgeben. So entsteht ein Theoriegerüst, das sich über die gesamte Qualifikationsphase trägt.
Die Reihen lassen sich einzeln, in beliebiger Reihenfolge oder als geschlossene Sequenz von der Antike bis zur Gegenwart einsetzen und stehen zusätzlich im Sparpaket zur Verfügung.
Drei Kernreihen im Bundle – Antike, episches Theater und Dramentheorie zusammen günstiger.
Chor, Maske und Katharsis als Ursprung europäischer Theatertradition.
Verfremdungseffekt und Erzählgestus an konkreten Szenen erarbeiten.
Auflösung von Handlung, Raum und Publikumsrolle in aktuellen Inszenierungsformen.
Zentrale Begriffe von Aristoteles bis Brecht im systematischen Vergleich.
Ein chronologischer Einstieg hat sich bewährt: Die Lerngruppe beginnt mit der griechischen Tragödie, weil hier Chor, Maske und die aristotelische Katharsis-Theorie ein gemeinsames Vokabular liefern, auf das spätere Reihen zurückgreifen. Praktisch bedeutet das kurze Chorsprech- und Maskenübungen, die unmittelbar zeigen, wie stark Form und Wirkung zusammenhängen. Erst danach folgt der Sprung zu Brecht, weil sich der Verfremdungseffekt am klarsten als bewusste Abgrenzung von aristotelischem Illusionstheater erschließt.
Den Abschluss bildet das postdramatische Theater, das inhaltlich am voraussetzungsreichsten ist: Ohne die vorherigen Stationen bleibt die Auflösung von Handlung und Rollenfiktion unverständlich, mit ihnen wird sie als konsequente Weiterentwicklung lesbar. Für die Prüfungsvorbereitung lohnt sich ein Abschlussvergleich, in dem die Lerngruppe eine selbst gewählte Szene aus allen drei Perspektiven – antik, episch, postdramatisch – liest und die Unterschiede schriftlich begründet.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Klasse 11 (EF) | Grundlagenphase | Antikes Theater, Chor- und Maskenarbeit als gemeinsamer Ausgangspunkt |
| Klasse 12 (Q1) | Vertiefung | Brechts episches Theater und Dramentheorie im Zusammenhang mit eigener Rollenarbeit |
| Klasse 13 (Q2) | Projektphase | Postdramatische Ansätze als Reflexionsfolie für die eigene Abschlussproduktion |
Theatergeschichte lässt sich auf zwei Anspruchsniveaus vermitteln. Für Lerngruppen mit wenig Vorerfahrung in Textarbeit reicht es, die drei Epochenbegriffe an einer einzigen durchgängigen Szene zu erproben und die Unterschiede in einer vorstrukturierten Tabelle festzuhalten. Leistungsstärkere Kurse vergleichen dagegen mehrere Szenen unterschiedlicher Epochen selbstständig und formulieren eine eigene These zur Entwicklung des Theaters seit der Antike, die sie anschließend im Kurs verteidigen.
Die Spielpraxis lässt sich unabhängig vom theoretischen Anspruch anpassen: Chorsprech- und Verfremdungsübungen funktionieren mit großen wie kleinen Gruppen, mit und ohne Bühnenerfahrung. Da die Materialien bearbeitbar sind, lassen sich Textausschnitte kürzen oder durch andere Beispiele ersetzen, ohne die theoretische Struktur der Reihe zu verändern.
In den Fachlehrplänen Darstellendes Spiel der Sek II gehört Theatergeschichte durchgängig zu den verbindlichen Inhaltsfeldern der Qualifikationsphase, meist unter Bezeichnungen wie Theatertheorie, Theatergeschichte oder Ästhetik theatraler Prozesse. Aristotelische Dramentheorie und Brechts episches Theater zählen dabei zum gesicherten Grundwissen, das in Klausuren regelmäßig abgefragt wird, während postdramatische Ansätze zunehmend als Erweiterung des Kanons in Prüfungsaufgaben auftauchen.
Für die mündliche Abiturprüfung ist die Fähigkeit entscheidend, eine eigene Spielentscheidung mit einem theoretischen Begriff zu begründen – etwa warum eine Szene bewusst mit Verfremdung statt mit Einfühlung gespielt wird. Die fünf Reihen bereiten genau diese Verknüpfung von Praxis und Begrifflichkeit vor und lassen sich daher gut in den letzten Kurshalbjahren vor dem Abitur einsetzen.
Sparpaket Dramaturgie & Inszenierung
Sparpaket Improvisation & Ensemble
Sparpaket Schauspieltraining
Szenische Interpretation: vom Text zur Szene
Bühnenbild, Licht und Kostüm
Regie und InszenierungskonzeptFür die Qualifikationsphase reicht ein gesichertes Grundwissen zu drei bis vier zentralen Positionen – etwa aristotelisches, episches und postdramatisches Theater. Entscheidend ist, dass die Lerngruppe diese Begriffe an eigenen Spielentscheidungen anwenden kann, nicht die reine Menge an auswendig gelerntem Theoriewissen.
Die Reihen zu Dramentheorie und epischem Theater lassen sich mit Anpassungen im Deutschunterricht der Oberstufe einsetzen, etwa bei der Behandlung von Dramen Brechts. Der Schwerpunkt liegt allerdings auf der Spielpraxis, weshalb der Haupteinsatzort das Fach Darstellendes Spiel bleibt.
Zu jeder Reihe gehören konkrete Spielaufgaben wie Chorsprech-, Masken- oder Verfremdungsübungen, die den jeweiligen theoretischen Begriff körperlich erfahrbar machen. So bleibt die Theorie an die Praxis rückgebunden und wird nicht isoliert vermittelt.
Nutzen Sie die vergleichende Szenenarbeit aus der Projektphase: Die Lerngruppe liest eine Szene aus unterschiedlichen theoretischen Perspektiven und hält die Unterschiede schriftlich fest. Diese Vergleichsstruktur entspricht dem Format vieler Klausuraufgaben im Fach Darstellendes Spiel.
Ja, die Reihen enthalten Lösungshinweise beziehungsweise Erwartungshorizonte zu den Aufgaben. Bei Interpretations- und Vergleichsaufgaben werden die erwarteten Argumentationslinien benannt, da hier mehrere begründete Antworten möglich sind.
Die Unterrichtsreihen liegen als editierbare Dateien vor, sodass sich Texte, Szenenausschnitte und Arbeitsblätter an die eigene Lerngruppe anpassen lassen. Der Download erfolgt direkt nach dem Kauf.