Römisches Reich in der Sekundarstufe I
Grundlagenreihe zu Gründung, Republik, Ämterordnung und Kaiserzeit mit Aufgaben.
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Geschichte · Römisches Reich · Sek I
Fertige Unterrichtsreihen zum Römischen Reich für Klasse 6 und 7 – von der Verfassung der Republik über den Aufstieg Julius Cäsars bis zum Vesuvausbruch des Jahres 79 n. Chr. Alle Materialien enthalten Quellen, Arbeitsaufträge und ausführliche Lösungen und lassen sich einzeln oder als Sequenz einsetzen.
Kurz gesagt: Rom lässt sich in der Sek I über drei Zugänge erschließen: die Verfassung auf dem Weg von der Republik zum Kaiserreich, die Biografie Julius Cäsars und den Vesuvausbruch von 79 n. Chr. als archäologischen Glücksfall. Die Reihen dieser Seite decken alle drei Zugänge mit Quellen, Schaubildern und Aufgaben ab und lassen sich zu einer durchgehenden Unterrichtssequenz verbinden.
Das Römische Reich ist für viele Lerngruppen die erste Begegnung mit einer politischen Ordnung, die sich beschreiben, vergleichen und beurteilen lässt. Senat, Konsuln und Volkstribunen bilden ein Gefüge, an dem sich Grundbegriffe wie Amt, Wahl, Amtszeit und Machtbegrenzung erarbeiten lassen – lange bevor der Begriff Demokratie im Unterricht theoretisch gefasst wird. Gerade weil die römische Republik keine Demokratie im heutigen Sinn war, eignet sie sich hervorragend für die Frage, wer eigentlich mitentscheiden durfte und wer nicht.
Hinzu kommt die Quellenlage: Kaum eine andere Epoche der Sek I bietet so viele unterschiedliche Materialarten nebeneinander. Schriftquellen antiker Autoren stehen neben Inschriften, Münzen, Bauwerken und archäologischen Funden. Damit lässt sich in Klasse 6 und 7 systematisch einführen, was eine Quelle von einer Darstellung unterscheidet und warum sich aus zwei Quellen zum selben Ereignis unterschiedliche Bilder ergeben können. Diese Methodenkompetenz trägt weit über die Antike hinaus.
Die folgenden Reihen führen von der Verfassung der Republik über die Biografie Cäsars bis zu den Vesuvstädten – ergänzt um das griechische Vorfeld und das Sparpaket für die gesamte Sek I.
Grundlagenreihe zu Gründung, Republik, Ämterordnung und Kaiserzeit mit Aufgaben.
Aufstieg, Alleinherrschaft und Ermordung Cäsars als Fallbeispiel für Biografiearbeit.
Reihe zum verschütteten Alltag der Vesuvstädte und zur Arbeit der Archäologie.
Ablauf des Ausbruchs, Augenzeugenbericht und Rekonstruktion Schritt für Schritt.
Vorlauf zur römischen Antike – ideal für den Vergleich von Polis und Republik.
Bündelt die Reihen der gesamten Sek I inklusive Antike zu einem Paketpreis.
Bewährt hat sich ein Einstieg über die Ordnung statt über die Ereignisse: Zuerst klären die Lernenden anhand eines Verfassungsschaubilds, welche Ämter es in der Republik gab, wie lange sie besetzt wurden und wer sie besetzen durfte. Erst danach werden die Ständekämpfe zwischen Patriziern und Plebejern als Auseinandersetzung um genau diese Zugänge verständlich. Wer diese Reihenfolge einhält, muss den Aufstieg einzelner Feldherren später nicht als Charakterfrage erklären, sondern kann ihn an den Schwächen der Ordnung selbst festmachen.
Der Cäsar-Baustein schließt daran unmittelbar an. Die Biografie eignet sich als Scharnier zwischen Republik und Kaiserzeit, weil sich an ihr zeigen lässt, wie militärischer Erfolg, Klientelbeziehungen und Ämterhäufung eine Verfassungsordnung aushöhlen. Der Pompeji-Baustein steht bewusst am Ende der Sequenz: Nachdem die politische Ebene geklärt ist, öffnet der Vesuvausbruch von 79 n. Chr. den Blick auf den Alltag – Wohnen, Arbeit, Ernährung, Sklaverei – und zeigt zugleich, wie Archäologinnen und Archäologen aus Sachquellen Aussagen über eine Gesellschaft gewinnen.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Klasse 6 | Rom von der Republik zur Kaiserzeit | Verfassungsschaubilder lesen, Ämter und Zuständigkeiten ordnen |
| Klasse 7 | Julius Cäsar als historische Person | Biografiearbeit, Quellenkritik, Perspektiven vergleichen |
| Klasse 7 | Pompeji und Herculaneum | Sachquellen auswerten, Alltag rekonstruieren, Deutung begründen |
Die Materialien lassen sich ohne größeren Aufwand auf zwei Niveaus bringen. Für Lerngruppen mit sprachlichem Unterstützungsbedarf empfiehlt es sich, die antiken Textquellen mit einer Wortliste zu den Fachbegriffen – Konsul, Senat, Volkstribun, Provinz – zu koppeln und die Auswertung über Leitfragen zu strukturieren. Leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler bearbeiten dieselbe Quelle ohne Vorentlastung und formulieren eigenständig, welche Interessen der Verfasser vertritt.
Für die Leistungsbewertung eignen sich besonders die Aufgaben zum Vesuvausbruch: Sie verlangen, aus Fundlagen und einem Augenzeugenbericht eine begründete Aussage zu entwickeln, und prüfen damit Anwendung statt reiner Wiedergabe. Weil die Dateien bearbeitbar sind, können Sie Aufgabenstellungen kürzen, Operatoren austauschen oder eigene Zusatzaufgaben für ein zweites Anforderungsniveau ergänzen.
Die Antike gehört in allen Bundesländern zum verbindlichen Kern des Geschichtsunterrichts der Sek I und wird in der Regel in Klasse 6 oder 7 unterrichtet. Die Lehrpläne formulieren dabei durchgängig ähnliche Schwerpunkte: Lebensformen und Herrschaftsordnung im Römischen Reich, das Verhältnis von Zentrum und Provinzen sowie das Fortwirken römischer Kultur in Europa. Die Reihen dieser Seite bilden diese Schwerpunkte ab und liefern das dazugehörige Quellenmaterial.
Ebenso verbindlich sind die methodischen Kompetenzen: Quellen von Darstellungen unterscheiden, Schaubilder und Karten auswerten, Sachquellen befragen und historische Sachverhalte in einen zeitlichen Zusammenhang einordnen. Genau diese Arbeitsweisen sind in den Aufgabenformaten angelegt, sodass sich fachliche Inhalte und Methodentraining nicht als getrennte Stunden, sondern im selben Material verbinden lassen.
Die Reihen behandeln die Ordnung der Republik mit Senat, Konsuln und Volkstribunen, den Übergang zur Kaiserzeit, die Biografie Julius Cäsars sowie Alltag und Untergang der Vesuvstädte Pompeji und Herculaneum. Ergänzend lässt sich das antike Griechenland als Vergleichsfall heranziehen.
Sinnvoll ist ein Dreischritt: zuerst die Stationen seines Aufstiegs ordnen, dann zwei Quellen mit unterschiedlicher Bewertung gegenüberstellen, schließlich die Frage beantworten, ob Cäsar die Republik gerettet oder beendet hat. So wird aus der Lebensbeschreibung eine begründete historische Beurteilung.
Das Material ist für die Sek I konzipiert und setzt Lesekompetenz auf dem Niveau von Klasse 6 bis 7 voraus. Für die Grundschule finden Sie in der Sammlung Geschichte eigene Antike-Materialien; einzelne Bildimpulse aus den Vesuv-Reihen lassen sich aber auch früher einsetzen.
Zu allen Aufgaben gehören ausführliche Lösungen, die als Erwartungshorizont dienen können. Da die Dateien bearbeitbar sind, lassen sich Formulierungen und Bewertungsschwerpunkte an Ihre Lerngruppe und Ihre schulinternen Vorgaben anpassen.
Die beiden Reihen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Eine fragt nach dem, was mit den Städten verloren ging, und arbeitet stärker kulturgeschichtlich; die andere rekonstruiert den Ablauf des Ausbruchs selbst. Sie lassen sich nacheinander oder als arbeitsteilige Gruppenarbeit einsetzen.
Jede Reihe ist einzeln erhältlich. Wenn Sie die Antike zusammen mit den übrigen Epochen der Sek I unterrichten, ist das XXL-Sparpaket Geschichte Sek I die günstigere Variante, weil es die Reihen der Klassen 5 bis 9 bündelt.