Musik im Orchester – die wichtigsten Instrumente
Instrumentengruppen, Sitzordnung und Klangerzeugung als Grundlage der Instrumentenkunde.
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Musik · Instrumentenkunde & Orchester · Klasse 5–9
Fertige Reihen für die Instrumentenkunde in der Sekundarstufe I: vom Aufbau des Sinfonieorchesters über das Hören und Beschreiben von Klangfarben bis zum eigenen Gestalten mit Stimme und Instrumenten. Enthalten sind Arbeitsblätter, Höraufträge, Gestaltungsaufgaben und Lösungen. Die Bausteine lassen sich einzeln in eine laufende Reihe einsetzen oder zu einer vollständigen Einheit verbinden.
Kurz gesagt: Instrumentenkunde in Klasse 5–9 verbindet drei Zugänge: das Ordnen der Instrumente nach Instrumentengruppen und Klangerzeugung, das Hören und sprachliche Beschreiben von Klangfarben und das eigene Musizieren mit Stimme, Körper und Instrument. Wer die drei Zugänge verschränkt, kommt vom bloßen Benennen zum hörenden Verstehen. Die Materialien auf dieser Seite decken alle drei Zugänge ab und liefern Höraufträge, Arbeitsblätter und Gestaltungsaufgaben mit Lösungen.
Instrumentenkunde gilt als dankbares Einstiegsthema, verkümmert im Unterricht aber leicht zur Bilderrätselstunde: Instrumente werden abgebildet, benannt, einer Gruppe zugeordnet – und im Test wieder abgefragt. Fachlich tragfähig wird das Thema erst, wenn die Ordnung begründet wird. Streicher, Holzbläser, Blechbläser und Schlagwerk sind keine willkürlichen Schubladen, sondern folgen der Art der Klangerzeugung: schwingende Saite, schwingende Luftsäule, schwingendes Fell oder schwingender Körper. Aus dieser Frage nach dem Klangerzeuger entsteht ein Ordnungsprinzip, das Lernende auch auf unbekannte Instrumente anwenden können.
Der zweite Ertrag liegt im Hören. Warum klingt eine Oboe anders als eine Klarinette, obwohl beide dieselbe Tonhöhe spielen können? Die Antwort führt zur Klangfarbe – also zum Zusammenspiel von Obertönen, Anblasgeräusch, Einschwingvorgang und Spielweise. Für die Sekundarstufe I heißt das nicht, Akustik zu unterrichten, sondern Hörwahrnehmung in Sprache zu überführen: hell und dunkel, rau und weich, tragend und flirrend. Diese Beschreibungsarbeit ist anspruchsvoll und lohnend, weil sie Wortschatz aufbaut, den Ihre Lerngruppe später bei Analyse, Interpretation und Gestaltung wieder braucht.
Die folgenden Reihen und Pakete decken Orchesteraufbau, Klangfarbenarbeit, Gehörbildung und praktisches Gestalten ab – einzeln einsetzbar oder als aufeinander aufbauende Einheit.
Instrumentengruppen, Sitzordnung und Klangerzeugung als Grundlage der Instrumentenkunde.
Klangfarben hören, vergleichen und mit Fachbegriffen beschreiben statt nur zuordnen.
Praktische Gestaltungsaufgaben, die das Gehörte unmittelbar erfahrbar machen.
Spielerische Höraufgaben, die genaues Hinhören und Notation miteinander verbinden.
Von Instrumentenkunde bis Popmusik: Bausteine für Klasse 5 bis 12 in einem Paket.
Zwölf Unterrichtsmaterialien für Sek I und Sek II als gebündeltes Sparpaket.
Bewährt hat sich ein Einstieg über das Hören, nicht über das Bild. Ein kurzer Ausschnitt, in dem ein Instrument deutlich hervortritt, provoziert Vermutungen; erst danach wird aufgedeckt, geordnet und benannt. Von dort führt der Weg zur Systematik: Die vier Gruppen des Sinfonieorchesters werden nicht als Liste vorgegeben, sondern aus der Frage entwickelt, was in dem jeweiligen Instrument eigentlich schwingt. Harfe, Klavier und Cembalo sind dabei kein Störfall, sondern ein produktiver Grenzfall – an ihnen wird sichtbar, dass jede Ordnung Entscheidungen trifft.
Für die Vertiefung eignet sich exemplarische Werkarbeit. Benjamin Brittens „The Young Person's Guide to the Orchestra“ führt die Gruppen einzeln vor und fügt sie in der abschließenden Fuge wieder zusammen; Prokofjews „Peter und der Wolf“ verbindet Instrumentenklang mit Figuren und eignet sich für die frühe Sek I; Ravels „Boléro“ zeigt an einer gleichbleibenden Melodie, wie stark allein die Instrumentierung die Wirkung verändert. Solche Werke lassen sich mit Hörprotokollen, Mitlese-Grafiken und arbeitsteiligen Beobachtungsaufträgen erschließen. Den Abschluss bildet sinnvollerweise eine eigene Gestaltung: Eine kurze Sequenz wird zweimal instrumentiert und die Wirkungsdifferenz beschrieben.
| Stufe | Einsatz | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Klasse 5–6 | Instrumentengruppen kennenlernen | Zuordnen, Hören und Benennen der vier Orchestergruppen |
| Klasse 7–8 | Klangfarben beschreiben | Fachsprache für Klangeigenschaften, Vergleich ähnlicher Instrumente |
| Klasse 9 | Instrumentation in Werken untersuchen | Analyse: Welche Wirkung erzielt welche Besetzung? |
| Klasse 5–9 (Projekt) | Selbst instrumentieren und musizieren | Gestaltungsaufgaben mit Stimme, Körper und Klassenset |
Instrumentenkunde ist besonders geeignet, um mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen zu arbeiten. In jeder Lerngruppe sitzen Kinder mit Instrumentalunterricht neben Kindern ohne jede Vorerfahrung. Statt Tempo zu differenzieren, lohnt es sich, die Aufgabe selbst zu stufen: Die einen ordnen Höreindrücke einer vorgegebenen Auswahl von vier Instrumenten zu, die anderen benennen frei und begründen mit zwei Klangmerkmalen. Die gemeinsame Sicherung bleibt identisch, sodass beide Wege in dieselbe Besprechung münden.
Für die sprachliche Ebene helfen Wortspeicher und Gegensatzpaare, mit denen Klangeindrücke überhaupt erst benennbar werden. Wer weiter ist, arbeitet mit Fachbegriffen wie Register, Obertöne oder Spielweise und beschreibt, wie Bogenführung, Anblastechnik oder Dämpfer den Klang verändern. Musikpraktisch aktive Lernende können ihr Instrument vorstellen und dabei gezielt Klangunterschiede vorführen – das ersetzt keine Aufnahme, macht aber Zusammenhänge unmittelbar erfahrbar. Wichtig ist, dass Vorwissen nicht zum Bewertungsvorteil wird: Bewertet wird die Genauigkeit der Beschreibung, nicht die Vorerfahrung.
Die Lehrpläne der Länder unterscheiden sich im Wortlaut, folgen im Fach Musik aber weitgehend derselben Struktur aus Produktion, Rezeption und Reflexion. Instrumentenkunde bedient alle drei Bereiche: Rezeption beim Hören und Zuordnen, Reflexion beim Beschreiben und Begründen von Wirkungen, Produktion beim eigenen Musizieren und Instrumentieren. Genau deshalb eignet sich das Thema als tragende Reihe der frühen Sekundarstufe I – es bleibt nicht bei Wissensabfrage, sondern verankert Arbeitsweisen, die später bei Song-, Werk- und Stilanalyse wieder gebraucht werden.
Für die Leistungsbewertung ist die Mischung aus schriftlichen und praktischen Formaten sinnvoll. Ein Hörtest prüft die Wiedererkennung, ein kurzes Hörprotokoll die Beschreibungsfähigkeit, eine Gestaltungsaufgabe mit anschließender Erläuterung die produktive Seite. Legen Sie die Kriterien vorab offen, insbesondere für die Gestaltungsaufgabe: Was zählt – die spieltechnische Ausführung, die Passung von Klangwahl und Absicht oder die Begründung der Entscheidung? Die Materialien liefern dafür Aufgabenformate mit Lösungen, die sich als Übungs- oder Prüfungsvorlage nutzen lassen.
Notenschrift verstehen – Klasse 7–9
Rhythmus und Sprache – Klasse 7–9
Die Moldau – Programmmusik hören & verstehen
Ravels Boléro – Musikgeschichte & Analyse
Gustav Mahler – Symphonik verstehen & hören
Sparpaket XXL: Kreativer Musikunterricht 7–9Im Zentrum stehen die vier Gruppen des Sinfonieorchesters: Streichinstrumente, Holzblasinstrumente, Blechblasinstrumente und Schlagwerk. Ergänzend kommen Instrumente in den Blick, die sich nicht bruchlos einordnen lassen, etwa Harfe und Tasteninstrumente. Die Zuordnung wird dabei über die Art der Klangerzeugung begründet und nicht nur als Liste vorgegeben.
Ja, Höraufträge sind ein tragender Bestandteil. Die Aufgaben reichen vom Wiedererkennen eines deutlich hervortretenden Instruments über den Vergleich ähnlich klingender Instrumente bis zum Beschreiben von Klangfarben mit Fachbegriffen. Zu den Aufgaben liegen Lösungen vor, sodass sich auch Selbstkontrolle und Partnerkorrektur organisieren lassen.
Ja. Die Reihen enthalten ausformulierte Aufgabenstellungen, Erwartungen und Lösungen, sodass Sie ohne umfangreiche fachliche Vorbereitung starten können. Für den praktischen Teil genügen Stimme, Körperinstrumente und ein einfaches Klassenset; ein eigenes Instrumentalspiel ist nicht erforderlich.
Die Materialien liegen in bearbeitbaren Formaten vor, sodass Sie Aufgabenzahl, Reihenfolge und Formulierungen an Ihre Lerngruppe anpassen können. Zusätzlich sind druckfertige Fassungen enthalten, die sich unverändert einsetzen lassen. Für die Projektion im Unterricht eignen sich beide Varianten.
Zu allen Aufgaben gehören ausgearbeitete Lösungen beziehungsweise Erwartungshorizonte. Bei offenen Gestaltungs- und Beschreibungsaufgaben handelt es sich um Musterlösungen mit Bewertungskriterien, weil hier mehrere Ergebnisse fachlich richtig sein können. Sie können die Kriterien vor der Bearbeitung offenlegen und mit der Lerngruppe besprechen.
Sie erhalten die Reihen nach dem Kauf als digitalen Download. Die Dateien sind für Ausdruck und Projektion angelegt und im Rahmen Ihrer eigenen Lerngruppe einsetzbar. Ein Versand gedruckter Exemplare erfolgt nicht.