{"product_id":"philosophie-sek-ii-religion-transzendenz-metaphysik-unterrichtsreihe","title":"Religion, Transzendenz und Metaphysik - Was dürfen wir hoffen? | komplette Unterrichtsreihe Philosophie Sek II","description":"\u003cp\u003eDie Reihe erschließt Religionsphilosophie und Metaphysik in zehn Stunden für die Oberstufe. Sie prüft, ob Vernunft Aussagen über Gott, Sinn und eine Wirklichkeit jenseits der Erfahrung begründen kann. Enthalten sind fünf Positionstexte von Anselm bis William James, acht Arbeitsblätter, ein Gruppenpuzzle, vier Methodenkarten, Lösungen und eine Klausur über 100 Punkte.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eWorum es in dieser Reihe geht\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eLeitfrage:\u003c\/strong\u003e Kann Vernunft Aussagen über Gott, Sinn und eine Wirklichkeit jenseits der Erfahrung begründen?\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eGottesbeweise werden im Unterricht häufig referiert und dann pauschal für widerlegt erklärt. Diese Reihe behandelt sie als Argumente mit prüfbarer Struktur. Anselms ontologischer Schluss und die Wege des Thomas von Aquin werden formal rekonstruiert, bevor Hume zeigt, wie weit Analogieschlüsse von der Weltordnung auf einen Urheber tragen. Kant trennt anschließend, was theoretische Vernunft erkennen kann, von dem, was praktische Vernunft hoffen darf. William James verschiebt die Frage auf die Erlaubnis zu glauben, wenn eine Option echt, unvermeidlich und intellektuell nicht entscheidbar ist. Die Lernenden arbeiten damit an der Grenze von Erkenntnis und Geltung und nicht an Bekenntnissen, was die Reihe auch in weltanschaulich gemischten Kursen tragfähig macht.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eDie fünf Positionen im Vergleich\u003c\/h3\u003e\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eAnselm von Canterbury\u003c\/strong\u003e (Proslogion): Aus dem Begriff Gottes als desjenigen, über das hinaus nichts Größeres gedacht werden kann, soll seine Existenz folgen.\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eThomas von Aquin\u003c\/strong\u003e (Summa theologiae): Von Veränderung, Wirkursachen und Kontingenz in der Erfahrungswelt kann auf einen ersten Grund geschlossen werden.\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eDavid Hume\u003c\/strong\u003e (Dialogues Concerning Natural Religion): Schlüsse von Weltordnung auf einen göttlichen Urheber überschreiten die Reichweite empirischer Analogien.\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eImmanuel Kant\u003c\/strong\u003e (Kritik der reinen Vernunft; Kritik der praktischen Vernunft): Theoretische Vernunft kann Gottes Existenz nicht erkennen; Hoffnung kann jedoch eine praktische, moralische Funktion besitzen.\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eWilliam James\u003c\/strong\u003e (The Will to Believe): Bei echten, unvermeidlichen und intellektuell nicht entscheidbaren Optionen kann eine leidenschaftliche Entscheidung epistemisch erlaubt sein.\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003ch3\u003eDer Weg durch die zehn Stunden\u003c\/h3\u003e\n\u003ctable\u003e\n\u003cthead\u003e\u003ctr\u003e\n\u003cth\u003eStd.\u003c\/th\u003e\n\u003cth\u003eSchwerpunkt\u003c\/th\u003e\n\u003cth\u003eLernprodukt\u003c\/th\u003e\n\u003c\/tr\u003e\u003c\/thead\u003e\n\u003ctbody\u003e\n\u003ctr\u003e\n\u003ctd\u003e1\u003c\/td\u003e\n\u003ctd\u003eProblemauftakt: Religion und Metaphysik\u003c\/td\u003e\n\u003ctd\u003eErsturteil mit zwei Gründen\u003c\/td\u003e\n\u003c\/tr\u003e\n\u003ctr\u003e\n\u003ctd\u003e2\u003c\/td\u003e\n\u003ctd\u003eBegriffe klären und Argumente prüfen\u003c\/td\u003e\n\u003ctd\u003eBegriffskarte und Argumentgerüst\u003c\/td\u003e\n\u003c\/tr\u003e\n\u003ctr\u003e\n\u003ctd\u003e3\u003c\/td\u003e\n\u003ctd\u003ePosition I: Anselm von Canterbury\u003c\/td\u003e\n\u003ctd\u003ePrämissen-Schluss-Schema\u003c\/td\u003e\n\u003c\/tr\u003e\n\u003ctr\u003e\n\u003ctd\u003e4\u003c\/td\u003e\n\u003ctd\u003ePosition II: Thomas von Aquin\u003c\/td\u003e\n\u003ctd\u003eThese-Begründung-Beispiel-Karte\u003c\/td\u003e\n\u003c\/tr\u003e\n\u003ctr\u003e\n\u003ctd\u003e5\u003c\/td\u003e\n\u003ctd\u003ePosition III: David Hume\u003c\/td\u003e\n\u003ctd\u003eRekonstruktion mit verdeckter Prämisse\u003c\/td\u003e\n\u003c\/tr\u003e\n\u003ctr\u003e\n\u003ctd\u003e6\u003c\/td\u003e\n\u003ctd\u003eKontroverse: Immanuel Kant und William James\u003c\/td\u003e\n\u003ctd\u003eVergleichsmatrix mit Kriterien\u003c\/td\u003e\n\u003c\/tr\u003e\n\u003ctr\u003e\n\u003ctd\u003e7\u003c\/td\u003e\n\u003ctd\u003eAngewandte Problemreflexion: Religiöse Erfahrung und Evidenz\u003c\/td\u003e\n\u003ctd\u003eBegründete Fallentscheidung\u003c\/td\u003e\n\u003c\/tr\u003e\n\u003ctr\u003e\n\u003ctd\u003e8\u003c\/td\u003e\n\u003ctd\u003eStrukturierte Kontroverse und Urteilsbildung\u003c\/td\u003e\n\u003ctd\u003eUrteil mit Einwand und Rückantwort\u003c\/td\u003e\n\u003c\/tr\u003e\n\u003ctr\u003e\n\u003ctd\u003e9\u003c\/td\u003e\n\u003ctd\u003eKlausurwerkstatt: Analyse, Vergleich, Erörterung\u003c\/td\u003e\n\u003ctd\u003eEinleitung, Argumentabsatz und Schluss\u003c\/td\u003e\n\u003c\/tr\u003e\n\u003ctr\u003e\n\u003ctd\u003e10\u003c\/td\u003e\n\u003ctd\u003eLeistungsaufgabe und reflektierter Transfer\u003c\/td\u003e\n\u003ctd\u003eBewerteter Text und Lernstandsprofil\u003c\/td\u003e\n\u003c\/tr\u003e\n\u003c\/tbody\u003e\n\u003c\/table\u003e\n\u003cp\u003eDie zehn Einzelstunden lassen sich ohne Umbau als fünf Doppelstunden führen. Die angewandte Problemreflexion in Stunde sieben arbeitet am Fall \u003cem\u003eReligiöse Erfahrung und Evidenz\u003c\/em\u003e.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eDifferenzierung, Diagnose und Sprachsensibilität\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eJede Stunde liegt auf den Niveaus Basis, Standard und Vertiefung vor. Basis arbeitet mit gekürzten Arbeitsaufträgen, Satzstartern, markierten Argumentbausteinen und einer Begriffsbank, Standard mit eigenständiger Rekonstruktion und kriteriengeleitetem Vergleich, Vertiefung mit verdeckten Prämissen, Gegenbeispiel und Transfer auf einen unbekannten Fall. Den Auftakt bildet eine Eingangsdiagnose mit anonymem Ersturteil und Sicherheitsskala, im Verlauf folgen formative Checks. Operatoren werden expliziert; Fachbegriffe sind in vollständigen Begründungssätzen zu verwenden.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eLeistungsüberprüfung mit 100 Punkten\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eEnthalten ist eine vollständige Leistungsaufgabe mit Textgrundlage und den Anforderungsbereichen I bis III, dazu ein Punkteraster über 100 Punkte, eine ausformulierte Musterlösung und eine Fehleranalyse. Die Klausurwerkstatt in Stunde neun bereitet Einleitung, Argumentabsatz und Schluss gezielt vor, sodass die Bewertung für die Lerngruppe nachvollziehbar bleibt.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eLehrplanbezug Nordrhein-Westfalen und Berlin\u003c\/h3\u003e\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eNordrhein-Westfalen:\u003c\/strong\u003e Der Mensch als transzendenzorientiertes Wesen; Umgang mit Endlichkeit und Religiosität; Grenzen von Erkenntnis.\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eBerlin:\u003c\/strong\u003e Q4 Weiterdenken: Ontologie und Metaphysik sowie Religionsphilosophie - Glaube und Hoffnung.\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp\u003eAusgerichtet am Kernlehrplan Philosophie für die gymnasiale Oberstufe in Nordrhein-Westfalen (Fassung 2026, Einführung ab dem Schuljahr 2027\/28, anschlussfähig an den Kernlehrplan 2013) sowie am Rahmenlehrplan für die gymnasiale Oberstufe Philosophie in Berlin und Brandenburg (Fassung 2025). Das Material ist nicht ministeriell geprüft und wird eigenverantwortlich eingesetzt.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eDiese Reihe im Zusammenhang\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eDie Reihe ist Teil einer Serie von zehn Philosophie-Reihen für die Sekundarstufe II mit einheitlichem Aufbau, gleichen Operatoren und kompatiblen Vergleichskriterien. Thematisch schließen unmittelbar an: \u003ca href=\"\/en\/products\/philosophie-sek-ii-mensch-natur-kultur-identitaet-unterrichtsreihe\"\u003eWas ist der Mensch? - Natur, Kultur und Identität\u003c\/a\u003e, \u003ca href=\"\/en\/products\/philosophie-sek-ii-sprache-bedeutung-wirklichkeit-unterrichtsreihe\"\u003eSprache, Bedeutung und Wirklichkeit - Wie Worte Welt schaffen\u003c\/a\u003e, \u003ca href=\"\/en\/products\/philosophie-sek-ii-wahrheit-erkenntnis-wissenschaft-unterrichtsreihe\"\u003eWahrheit, Erkenntnis und Wissenschaft im digitalen Zeitalter\u003c\/a\u003e. Wer mehrere Reihen einsetzt, findet sie gebündelt im \u003ca href=\"\/en\/products\/sparpaket-philosophie-sek-ii-mensch-erkenntnis-4-unterrichtsreihen\"\u003eSparpaket Mensch und Erkenntnis\u003c\/a\u003e.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eLieferung und Lizenz\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003eSofortiger digitaler Download nach dem Kauf. Enthalten sind der Lehrkraft- und Arbeitsteil (DOCX und PDF, 43 Seiten) und die Unterrichtspräsentation (PPTX und PDF, 20 Folien). Die Einzellizenz gilt für eine Lehrkraft, die Schullizenz für alle Lehrkräfte einer Schule. Die Positionstexte sind didaktisch neu formulierte Rekonstruktionen und ersetzen keine wissenschaftliche Originalausgabe; sie ermöglichen urheberrechtlich unproblematisches, textnahes Arbeiten im Unterricht.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3\u003eHäufige Fragen\u003c\/h3\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eIst die Reihe weltanschaulich neutral angelegt?\u003c\/strong\u003e\u003cbr\u003eSie prüft Argumente auf ihre Struktur, Voraussetzungen und Reichweite und verlangt kein Bekenntnis. Zustimmung und Ablehnung müssen gleichermaßen begründet werden; die Bewertungsraster beziehen sich ausschließlich auf die Qualität der Begründung.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eWie unterscheidet sich das vom Religionsunterricht?\u003c\/strong\u003e\u003cbr\u003eDer Zugang ist argumentationslogisch statt theologisch. Gefragt wird, welche Schlüsse aus welchen Prämissen folgen und wo die Reichweite endet, nicht, welche Glaubensinhalte gelten.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eWelche Vorkenntnisse braucht der Kurs?\u003c\/strong\u003e\u003cbr\u003eGrundlagen der Argumentrekonstruktion, die in der zweiten Stunde eigens gesichert werden. Kenntnisse zu Kants Erkenntnistheorie sind hilfreich, aber nicht nötig; die einschlägigen Unterscheidungen werden im Positionstext eingeführt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003ePasst die Reihe in das Berliner Kurssystem?\u003c\/strong\u003e\u003cbr\u003eSie ist auf das vierte Kurshalbjahr mit Ontologie, Metaphysik und Religionsphilosophie zugeschnitten. Für Nordrhein-Westfalen ist der Bezug zum Menschen als transzendenzorientiertem Wesen und zu den Grenzen der Erkenntnis ausgewiesen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eWas enthält der Lösungsteil?\u003c\/strong\u003e\u003cbr\u003eAusformulierte Erwartungshorizonte zu allen acht Arbeitsblättern, Lösungen zum Gruppenpuzzle sowie Musterlösung und Fehleranalyse zur Leistungsaufgabe.\u003c\/p\u003e\n\u003cscript type=\"application\/ld+json\"\u003e{\"@context\": \"https:\/\/schema.org\", \"@type\": \"FAQPage\", \"mainEntity\": [{\"@type\": \"Question\", \"name\": \"Ist die Reihe weltanschaulich neutral angelegt?\", \"acceptedAnswer\": {\"@type\": \"Answer\", \"text\": \"Sie prüft Argumente auf ihre Struktur, Voraussetzungen und Reichweite und verlangt kein Bekenntnis. 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